Ordnung ist das halbe Leben vs. das Genie beherrscht das Chaos

Die meisten werden es kennen: Da gibt es diese Ecken in der Wohnung, diese Schubladen und Schrankfächer oder auch diesen kompletten Abstellraum, die Garage oder den Keller, in welchem das absolute Chaos regiert.

Utensilien, welche seit Jahren nicht gebraucht wurden, türmen sich zu Hauf und machen es unmöglich, Platz für neue Anschaffungen zu finden. Doch das muss nicht sein. Mit einigen Schritten kann jeder, so chaotisch er auch veranlagt sein mag, zu mehr Ordnung in den eigenen vier Wänden finden. Ist das Gröbste erstmal aus dem Weg geschafft, spielt vor allem intelligenter Stauraum eine Rolle, soll die Ordnung dauerhaft Bestand haben.

Unordnung und Chaos erschweren einige Dinge im leben beträchtlich

Warum ist Ordnung überhaupt wichtig?

Ein wahres Genie beherrscht auch das Chaos – so oder so ähnlich rechtfertigen viele Menschen wahrscheinlich die massive Unordnung, die bei ihnen herrscht. Nicht immer zeigt sich das Chaos offensichtlich, oft versteckt es sich in den Ecken, den Schränken, Schubladen, dem Keller oder der Abstellkammer. Dort tut es ja keinem etwas, oder? Wieso also kostbare Zeit aufbringen, um in der Wohnung für Ordnung zu sorgen? Anbei einige gute Gründe:

 

Die drei Regeln für mehr Ordnung

Niemand ändert sich plötzlich über Nacht. Wer grundsätzlich eher unordentlich veranlagt ist oder das heimische Chaos als charmanten Ausdruck der eigenen Persönlichkeit sieht, wird sich schwertun, alle guten Ratschläge auf einmal umzusetzen. Dies muss aber auch gar nicht sein. Oft reicht es schon, nach und nach die eine oder andere Verhaltensweise zu ändern, um ganz nebenbei für mehr Ordnung in den eigenen vier Wänden zu sorgen, so zeitzuleben.de. Deshalb werden im Folgenden die drei großen Regeln für mehr Ordnung beleuchtet und jeder kann sich seine individuellen Anregungen daraus ziehen.

1)      Skrupelloses Ausmisten

Nur, wer rigoros ausmistet, kann dauerhaft für Ordnung sorgen und diese dann auch beibehalten. Wo kein unnützer Krempel, da auch kein Chaos. Denn vor allem all der Krimskrams, der sich über die Jahre ansammelt, eigentlich aber gar nicht mehr gebraucht wird oder sogar nie gebraucht wurde, müllt Schubladen, Ecken, Kammern und Keller voll. Zudem sorgt dieser Berg an unnützen Utensilien dafür, dass wir uns beim Blick in die Kammer direkt wieder abwenden, da die Aufgabe des Ausmistens einfach zu umfangreich erscheint. Dabei braucht es nur ein zuverlässiges und einfaches System und schon kann dem Krimskrams Herr geworden werden. Der Knackpunkt: Das Wegwerfen, Verkaufen oder Verschenken von alten Habseligkeiten fällt vielen Menschen schwer. Wer es aber dennoch schafft, wird feststellen, dass es ein unheimlich befreiendes Gefühl ist, sich von altem Ballast zu trennen und Platz für Neues zu schaffen. Zudem sind sich Fachleute für Anti-Messi-Strategien darüber einig, dass materieller Besitz die Aufmerksamkeit fordert und Energien bindet. Als Beispiel kann die damals angeschaffte Yoga-Matte dienen. Sie wurde vielleicht ein- zweimal benutzt und steht seither in der Ecke. Fällt der Blick darauf, meldet sich das schlechte Gewissen, denn diese Matte will natürlich benutzt werden. Reicht dies als Motivation jedoch nicht aus, ist es besser, sich von der Matte zu trennen. Schließlich muss nicht jedes einmal begonnene Hobby irgendwann fortgeführt werden. Gleiches gilt für ungeliebte Geschenke, Fehlkäufe oder all die Dinge, die ja eigentlich noch gut und nützlich sind, jedoch trotzdem im Regal verstauben oder den Stauraum im Keller blockieren.

Sich von alten Dingen zu trennen, kann sehr befreiend sein

Wer mit System ausmisten will, nimmt sich drei Umzugskartons zur Hand. In dem einen landen alle Dinge, die weggeschmissen werden sollen. In dem zweiten all jene, die verschenkt, gespendet oder verkauft werden und im letzten Karton einige wenige Stücke, die behalten werden. Wichtig ist, all jene Teile, die gespendet, verschenkt oder verkauft werden sollen, auch direkt loszuwerden, sonst bleiben sie doch wieder im Keller stehen. All jene Dinge, die entsorgt werden sollen, werden am besten umgehend zum Recyclinghof gebracht. Der letzte Kniff: Der Karton, in welchem sich all die Dinge befinden, die behalten werden sollen, weil man sie ja nochmal brauchen könnte, wird verschlossen, mit dem aktuellen Datum beschriftet und in den Keller gestellt. Wird der Karton innerhalb eines Jahres nicht geöffnet, fliegt er so wie er ist auf den Müll, schließlich wurde ganz offensichtlich nichts von dem darin befindlichen Krempel gebraucht.

2)      Konkretes und realistisches Planen

Nur wer sich konkrete und realistische Ziele setzt, kann die Aufschieberitis und den inneren Schweinehund austricksen. Wer also den Dachboden entrümpeln will, nimmt sich dafür einen festen Tag vor und behandelt diesen Termin als ebenso wichtig, wie sonst geschäftliche Angelegenheiten. Dabei gilt: Je konkreter das Ziel und wenn möglich auch die einzelnen Zwischenschritte formuliert sind, desto leichter fällt es, dieses Ziel auch zu erreichen. Wer sich dann, nach getaner Arbeit noch etwas Gutes tut, sich also belohnt, macht alles richtig und wird wahrscheinlich bald die Motivation finden, sich dem nächsten Projekt auf dem Weg zu mehr Ordnung anzunehmen.

3)      Nicht alles auf einmal

Wer alles auf einmal in Angriff nehmen will, schafft am Ende meist gar nichts, verliert so den Mut und nimmt das Chaos im eigenen Zuhause weiter hin. Gerade am Anfang empfiehlt es sich, sich jeden Tag eine kleine Ecke, eine Schublade oder ein Schrankfach vorzunehmen, was einen selber besonders nervt. Solche kleinen Aktionen gehen schnell und bieten ein sofortiges Erfolgserlebnis. Radikale Ausmist-Aktionen machen meist höchstens dann Sinn, wenn sowieso ein Umzug ansteht oder die Wohnung renoviert werden muss. Wer einmal angefangen hat, Ordnung zu schaffen, sollte jedoch auch am Ball bleiben. Wird immer ein wenig aufgeräumt und bei Neuanschaffungen stets überlegt, ob die Dinge wirklich gebraucht werden, entsteht meist gar nicht erneut ein massives Chaos, welches dann tagelang mühevoll beseitigt werden muss. Hat alles in der Wohnung seinen Platz, reichen meist ein paar Minuten des Aufräumens am Tag aus und alles ist in bester Ordnung. Anbei konkrete Tipps, wie dies funktionieren kann:

Dreimal täglich durch die Wohnung gehen und nachschauen, was direkt weggeräumt, weggeworfen oder saubergemacht werden kann. Wer dies wirklich täglich macht, findet meist nur wenig und braucht somit auch nur wenig Zeit dafür.Einmal wöchentlich sollten zwei Stunden für das Aufräumen eingeplant werden. Am besten freitags, sodass mit gutem Gewissen und einer sauberen und ordentlichen Wohnung ins Wochenende gestartet werden kann.Ausgelesenen Zeitschriften, nicht mehr gebrauchte Rechnungen usw. immer sofort ins Altpapier bringen. Gerade die Zettelwirtschaft ist es, die viele Menschen zur Verzweiflung bringt und den eigenen Schreibtisch sowie andere Ablageflächen zumüllt.

 

Stauraum für mehr Ordnung – Inspirationen für Wohn- und Schlafzimmer sowie für den Flur

So skrupellos auch ausgemistet wurde, es gibt immer noch zahlreiche Dinge, die eben wirklich regelmäßig in Benutzung sind und entsprechend einen Platz brauchen. Damit dennoch ein ordentliches und gut strukturiertes Wohnumfeld geschaffen werden kann, ist Stauraum unverzichtbar. Deshalb anbei einige Inspirationen, wie dieser in ausgewählten Räumen der Wohnung geschaffen werden kann.

Wohnzimmer

Das Wohnzimmer ist das Herzstück der Wohnung und neben der Küche derjenige Ort, an dem sich in der Freizeit besonders viel aufgehalten wird. Entsprechend schnell regiert dort dann natürlich auch das Chaos. Doch das muss nicht sein. Anbei einige Ideen, inspiriert vom themenrelevanten Beitrag von wandtattoo.de, wie im Wohnzimmer ganz einfach Stauraum geschaffen werden kann, ohne, dass die Optik darunter leidet:

–  Einen Wohnzimmertisch mit integriertem Stauraum anschaffen – dort finden dann die Zeitschriften, die Fernbedienung, die Brillenputztücher und all die anderen Utensilien, die sonst verstreut auf dem Tisch oder dem Sofa herumliegen würden, Platz. Besonders viel Platz bietet auch eine alte Truhe, welche sich hervorragend als Alternative zum Sofatisch eignet.

–  Offene Regale, für Platten Bücher und Co – Alle Utensilien, die einen dekorativen Mehrwert bieten, sollten im Wohnzimmer in offenen regalen Platz finden. Wichtig ist, dass die Regalfächer ordentlich angeordnet sind und von der Größe den Dingen entsprechen, die darin Platz finden. Spezielle CD- oder Plattenregale sorgen zudem dafür, dass Staub kaum noch eine Chance hat, denn das Regal und sein Inhalt schließen akkurat miteinander ab.

–  Sofa mit integriertem Stauraum – vor allem auslandende Sofalandschaften verfügen heute oft über einen geräumigen Sofa-Kasten. Dort kann zum Beispiel die Gästebettwäsche gelagert werden.

 

Schlafzimmer

Ausreichend Stauraum und wohnliche Gemütlichkeit gehen Hand in Hand

Im Schlafzimmer ist Ordnung besonders wichtig, ist es doch der Raum, in dem am Abend zur Ruhe gekommen werden soll. Wer aus dem Bett heraus auf einen Haufen Chaos blickt, wird sicher schlechter entspannen können. Deshalb gilt ganz grundsätzlich, dass im Schlafzimmer so wenig Kram wie möglich stehen sollte. Wer jedoch anderswo keinen Platz hat und zwangsweise einige Dinge im Schlafzimmer unterbringen muss, kann sich von folgenden Ideen vielleicht etwas abschauen:

–  Der versteckte Arbeitsplatz – wer zwingend eine kleine Arbeitsecke in sein Schlafzimmer integrieren muss, sollte mit einem Raumtrenner arbeiten. Dafür kann beispielsweise der Kleiderschrank herangezogen werden, hinter welchem dann ein kleiner Schreibtisch inklusive Regal und Stuhl Platz findet.

–  Boxen unter dem Bett – große und flache Kunststoffbehälter mit Deckel können ganz einfach, wie eine  Art Bettkasten unter dem Bett verstaut werden. Darin können alle möglichen Utensilien, wie Bücher, Unterlagen oder auch Kleidung und Schuhe einsortiert werden. Dank des Deckels stauben die gelagerten Gegenstände nicht ein.

–  Schiebetüren für kleine Räume – wer wenig Platz im Schlafzimmer zur Verfügung hat, sollte sich für einen Kleiderschrank mit Schiebetüren entscheiden, denn dieser nimmt weniger Raum in Anspruch. Handelt es sich dabei noch um Spiegeltüren, wirkt der Raum automatisch größer.

 

Flur

Der Flur ist sozusagen die Visitenkarte der Wohnung, denn er ist der erste Raum, den Gäste betreten. Flure sind meist lang und schmal oder aber auch klein und verwinkelt. Deshalb stellen sie in Bezug auf das Schaffen von Stauraum eine besondere Herausforderung dar:

–  Multifunktionale Möbel – eine Sitzbank im Flur ist eine wunderbare Sache, bietet sie den Bewohnern und Gästen doch die Möglichkeit, sich in Ruhe und ohne große Verrenkungen die Schuhe an- und auszuziehen. Optimal ist, wenn diese Sitzbank aufklappbar ist und unter ihrer Sitzfläche ein großes Fach versteckt. Dort findet von der Wintermütze bis zum Schuhputzmittel alles seinen Platz.

–  Eine Garderobe ist unverzichtbar – egal wie klein der Flur auch sein mag, wer Chaos vermeiden will, braucht eine Garderobe. Auch, wenn es sich nur um ein paar Kleiderhaken an der Tür handelt, ist schon viel gewonnen.

–  Versteckte Raumwunder – es gibt auch größere Dinge, wie die Inlineskates oder den Buggy, die im Flur untergebracht werden müssen. Hier ist es eine gute Idee, einen entsprechend großen halbhohen Holzverschlag inklusive Tür zu bauen. Größere Dinge finden darin Platz und die Ablagefläche oben auf dem Verschlag wird für die Schlüssel, das Telefon oder andere Dinge des täglichen Gebrauchs benutzt.

 

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