Organspende – Kommt die Widerspruchslösung?

Leipzig – Es ist ein strittiges Thema. Obwohl viele der Bürger auch in Sachsen bereit wären Organe zu spenden, gibt es bundesweit zu wenige Spender. Eine Suche nach den Gründen.

Ob es Misstrauen aufgrund vergangener Skandale ist, Glaubensgründe oder einfach zu wenig Aufklärung, gegen diesen Trend muss was getan werden. Dies unterstrich auch Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) bei ihrem Besuch im Leipziger Universitätsklinikum.
Vor Allem der Umgang des Personals mit dem traurigen Fakt, nicht jeden ihrer Patienten auf der Warteliste retten zu können, stimmte die Ministerin sehr bedenklich.
Herr und Frau Freude konnten aus eigener Erfahrung berichten, wie sie sich in einer solchen Lage fühlen, wenn man selbst ein Organ benötigt.
Vor allem muss mehr aufgeklärt werden meinen viele, auch Professor Daniel Seehofer, Leiter des Transplantationszentrums, geht in diese Richtung. Zwar seien die Zahlen in der Leipziger Klinik zum Jubiläum erfreulich, doch es wäre noch viel mehr möglich.
Die aktuelle Lösung in der Bundesrepublik bringt enstprechend Probleme mit sich. Ein Blick in die Nachbarländer, wie Frankreich oder den Niederlanden lohnt sich. Denn dort wird die Widerspruchslösung angewandt. Auch Ministerin Klepsch hält das für eine Option.
Die Widerspruchslösung sieht vor, dass jeder Mensch automatisch Organspender ist, es sei denn, er widerspricht dem zu Lebzeiten.