Orgelweihe in Chemnitzer Petrikirche

Die St.Petrikirche auf dem Theaterplatz- ein Kulturschatz von Chemnitz. Über 20 Jahre wurde der Kirchbau aufwendig saniert.

2005 fielen endlich die Planen und Gerüste. Unrestauriert blieb allein die Orgel, die seit 1987 nicht mehr bespielbar gewesen ist.

20 Jahre blieb es still um die Orgel in der St. Petrikirche. Seit mehreren Jahren schon wünschen sich viele Chemnitzer, dass die Ladegast-Jehmlich-Orgel in der St.Petrikirche wieder gespielt werden kann.

Das Instrument entstand 1888 bei Friedrich Ladegast & Sohn aus Weißenfels, damals eine der bekanntesten Baufirmen Deutschlands. Doch im Laufe vieler Jahrzente wurde die Orgel sehr in Mitleidenschaft gezogen. Die größte Kirchenorgel dieser Stadt, die Königin von Chemnitz , sollte wieder erklingen. Ziemlich schnell fanden sich Menschen, die mit Leidenschaft und Liebe zur Musik dieses Ziel verfolgten. Und nun, nach einem Jahr Bauzeit ist die Sanierung der Ladegast-Jehmlich-Orgel in der St. Petrikirche in Chemnitz vollendet.

Zur feierlichen Orgelweihe am Sonntag erklang das Instrument erstmals wieder im Schiff der Petri-Kirche. Siegfried Petri, Kirchenmusikdirektor zeigte bei dem Premieren-Spiel auf der Orgel, welchen Klang beinahe 4000 Pfeifen und 58 Register erzeugen können. Doch ohne Unterstützung wären diese noch heute stumm.

Der Verein Sakralbau Petri e.V. hatte sich dafür mit einer außergewöhnlichen Spendenaktion an die Chemnitzer gewandt. Unter dem Motto „Eine Königin für Chemnitz“ waren rund 194.000 Euro zusammengekommen, die von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung noch einmal verdoppelt wurden.

Mit weiterer Unterstützung des Regierungspräsidiums und der Stadt Chemnitz war es schlussendlich möglich, der St. Petrikirche auf dem Theaterplatz die Orgel zurückzugeben. Denn einer Kirche ohne Orgel, fehlt doch ein sehr wesentlicher Teil.

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