Orkan „Joachim“ tobt übers Erzgebirge

Die Meteorologen haben gewarnt: Orkan „Joachim“ tobt seit etwa 11.00 Uhr auch über das Erzgebirge.

Die Schneeverwehungen auf der Bundesstraße 174 sind so stark, dass bei Marienberg bis zu 400 Lastwagen in Schneewehen feststecken.

Da es unaufhörlich weiter schneit, drohen die Lastwagen einzuschneien. Der Grenzübergang Reitzenhain zur Tschechischen Republik musste gesperrt werden.

Vor allem der starke Wind in Verbindung mit Schneeverwehungen lassen den Verkehr im Erzgebirge teilweise zum Erliegen kommen.

So standen LKW´s auf der B 95 in Hammerunterwiesenthal als auch in Oberwiesenthal. In der Stadt Oberwiesenthal rollte der Verkehr gar nicht mehr. Bis zu 40 cm lag der Schnee auf der Straße. Winterdienst sah man keinen.

Noch extremer waren die Verhältnisse auf dem Fichtelberg. Bis zu 50 cm an Schnee durch Verwehungen auf der Auffahrt und auf dem Berg traf man hierbei an. Mehrere Autos steckten auf dem Plateau fest. Erreichbar ist er kaum noch. Obwohl die Schneefräse im Einsatz war, wehte es die Straße sehr schnell wieder zu.

UPDATE 18.00 Uhr +++

Sturmtief „Joachim“ bis jetzt mit nur kleineren Auswirkungen

 

(Ki) Bis jetzt (Stand: 17.30 Uhr) zeigte sich Sturmtief „Joachim“ im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge moderat und brachte nur kleinere Auswirkungen mit sich.

 

Kurz vor 12.30 Uhr erfasste auf der Bundesautobahn A 4, km 92,2 (Höhe Oberwald) eine Windböe einen Lastzug Iveco, der sich daraufhin quer stellte. Der leere Anhänger kippte um. Die drei Fahrspuren waren blockiert. Nach der Bergung war auf diesem Autobahnabschnitt gegen 14.30 Uhr  wieder freie Fahrt angesagt.

 

Im Chemnitzer Ortsteil Wittgensdorf drohte eine Pappel umzustürzen. Das wurde der Polizei von einem Anwohner der Straße Murschnitz kurz nach 13 Uhr gemeldet. Hier kam die Feuerwehr zum Einsatz.

 

Vollgesperrt wurde die Chemnitzer Straße/B 169 in Niederdorf gegen 13.45 Uhr. Hier lag ein größerer Baum auf der Fahrbahn. Feuerwehrleute räumten ihn zur Seite, sodass kurz nach 14 Uhr die Autos wieder ungehindert fahren konnten.

 

Etwa zur selben Zeit drehte sich auf der Auer Straße/B 169 in Stollberg eine Baustellenampel im Wind. Die Straßenmeisterei schaffte hier Abhilfe.

Fotos: Bernd März