Orthopäden und Unfallchirurgen setzen ein Zeichen

Heute standen wohl einige Patienten bei Orthopäden und Unfallchirurgen vor verschlossenen Türen.

Der Grund: Eine Protestaktion der Fachärzte gegen die neue Honorarreform. Text: Heute versammelten sich rund 60 Orthopäden und Unfallchirurgen, um gegen die neue Honorarreform zu protestieren. Zusammen zogen sie in die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, um mit dem Vorstandsvorsitzenden über das Problem zu sprechen. Durch die neue Reform haben die Fachärzte rund 8 Prozent Umsatzverluste, vereinzelte sind sogar stärker betroffen. Doch schwerer wiegen die Auswirkungen auf die Behandlung der Patienten. So werden chronisch erkrankten Patienten Leistungen vorenthalten, die sie durch die Kassenbeiträge eigentlich bezahlt haben. Die durch die Krankenversicherungen erwirtschafteten 2,7 Milliarden Euro fließen zwar ins Gesundheitssystem, kommen bei den Fachärzten allerdings nicht an. Um den drohenden Qualitätsverlust bei der Behandlung der Patienten zu verhindern, wurden heute mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Gespräche geführt. Für die Fachärzte und ihre Patienten wurde heute keine greifbare Lösung gefunden. Doch die Orthopäden und Unfallchirurgen Sachsens geben nicht auf. Sie übergaben dem Staatsministerium für Soziales heute einen offenen Brief und wollen in Zukunft auch ihre Patienten über die Situation aufklären.

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