Ost-Derby: Dynamo und Polizei ziehen positives Fazit

Nur 2:2 hieß es am Ende zwischen Dynamo Dresden und Hansa Rostock. Alles in allem war das mit Spannung erwartete Ostderby, von ein paar Pyromanen abgesehen, aber dennoch ein Erfolg. +++

Die SG Dynamo Dresden zieht nach dem Ost-Derby gegen Hansa Rostock ein überwiegend positives Fazit, auch wenn die Mannschaft durch den späten Gegentreffer einen Sieg knapp verpasste. Die aufwändigen organisatorischen Vorbereitungen machten sich bezahlt – im und ums Stadion verlief die Veranstaltung mit 29.907 Zuschauern nach Plan. Besonders die rechtzeitige Anreise der Zuschauer machte sich sehr positiv bemerkbar, bereits eine halbe Stunde vor dem Anpfiff hatten weit über 20.000 Besucher ihren Platz eingenommen. „Wir haben viel Arbeit und Zeit in die Planung der Abläufe investiert, deshalb und dank des angemessenen und geduldigen Verhaltens der Dresdner Besucher lief am Einlass und beim Abgang alles glatt“, sagte Hauptgeschäftsführer Volker Oppitz. Trotz sehr erschwerter Bedingungen gelang auch im Gästebereich ein weitgehend planmäßiger Zu- und Abstrom der 2.400 Besucher.

Ein besonderer Dank der Verantwortlichen richtet sich an die Fans im KBlock und insbesondere an die „Ultras Dynamo“, die mit der grandiosen Choreographie „The Rhythm of Dynamo“ und so lautstarker wie kreativer Unterstützung ein tolles Beispiel dafür gaben, wie man bei einer so brisanten Partie geistreich für eine fantastische Atmosphäre sorgt. Dass den niveaulosen Aktionen im Gästeblock vernünftig und mit den richtigen Mitteln begegnet wurde, verdient Respekt. „Wir haben erfreut zur Kenntnis genommen, dass alle im Vorfeld getroffenen Absprachen eingehalten wurden und wir uns auf die aktiven Fans verlassen konnten. Sie haben sich nicht provozieren lassen und auch damit unterstrichen, dass sie in Sachen Einfallsreichtum und Lautstärke das Duell auf den Rängen gewonnen haben“, kommentierte Volker Oppitz zufrieden.

Die angesprochenen Verfehlungen von Zuschauern im Gästeblock sorgten leider für die einzigen Wehrmutstropfen. Immer wieder wurden von Unverbesserlichen – ganz sicher keine Fußballfans – massiv Pyrotechnik, Böller und Raketen gezündet. Damit gefährdeten sie nicht nur sich, sondern auch andere Besucher, die Einlaufkinder sowie die Spieler und Schiedsrichter. Gemeinsam mit der Dresdner Polizei wird Dynamo Dresden alles dafür tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Es wurde von allen Vorkommnissen umfangreiches Bildmaterial angefertigt, das nun ausgewertet und zur Ermittlung der Verantwortlichen eingesetzt wird. Bereits während des Spiels konnten von der Polizei Personalien von mutmaßlichen Tätern ermittelt und Verfahren eingeleitet werden. Darüber hinaus wird auch mit dem Deutschen Fußball-Bund eine Analyse der Abläufe und Vorkommnisse erfolgen – nicht zuletzt, um zu verdeutlichen, wo Fußball- Vereine trotz akribischster Vorarbeit an ihre Grenzen stoßen.. 

(Quelle: Dynamo Dresden)

Fußball gespielt wurde übrigens auch: Bei der einer ausgeglichenen und temporeichen Partie vor 29 907 begeisterten Zuschauern gingen die Rostocker in der 25 Minute durch ein Tor von Marcel Schied in Führung. Dynamo glich jedoch bereits in der 29. Minute durch ein Tor von Alexander Esswein aus. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeit.

In der zweiten Spielhälfte fiel dann in der 49. Minute des Führungstor für Dynamo durch Gerrit Müller. Wenige Minuten später hatte Alexander Esswein die Chance auf 3:1 zu erhöhen, schoß den Ball aber direkt in die Arme des Rostocker Keepers Kevin Müller.

Danach hatte Dynamo noch einige gute Torchancen, die Dresdner konnten ihre Führung aber nicht ausbauen. Dafür nutzte Björn Ziegenbein in der 85. Minute eine der wenigen Rostocker Torchancen zum Ausgleich.

Kurz vor dem Schlusspfiff musste Christian Fiel nach einem Foul das Spielfeld verlassen. Bei der Attacke von Björn Ziegenbein zog er sich aber „nur“  eine schwere Sprunggelenksprellung zu.

Mit diesem Unentschieden steht Dynamo Dresden nun mit 19 Punkten auf dem 7. Platz in der 3. Liga

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