Osten dann nicht mehr konkurrenzfähig: Sachsens Wirtschaftsminister gegen Mindestlohn!

Die thüringische Landesregierung stößt mit ihrer Mindestlohn-Initiative im Bundesrat auf Gegenwehr. Der Sächische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) ist strikt gegen eine solche Regelung, da ostdeutsche Unternehmen darunter leiden würden. +++

Wie Morlok gegenüber der LVZ betonte, sei der Vorstoß eine „De-Industrialisierungskampagne des Ostens“. Schon seit Jahren wird von verschiedensten Seiten ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 gefordert. Laut dem Wirtschaftsminister wären dann aber gerade ostdeutsche Unternehmen nicht mehr konkurrenzfähig. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Freistaat wären negativ.

Morlok bekräftigte dagegen seine Meinung, dass die Tarifparteien den Lohn weiter aushandeln sollten. „Der Staat sollte sich dort heraushalten.“, so der Wirtschaftsminister weiter. Trotz der Kritik wird Thüringen am Freitag eine Initiative zum Mindestlohn im Bundesrat einbringen.