Osterfest steht vor der Tür – Augen auf beim Eierkauf

Die 14 nach dem DE steht für Sachsen!

Braun oder weiß sind sie und auf alle Fälle frisch: Die Hühnereier der rund 2,3 Millionen Legehennen in Sachsen (Jahresdurchschnitt 2010). Etwa 307 Eier legte jede von ihnen im vergangenen Jahr. Insgesamt lieferten die 51 Legehennenbetriebe mit mehr als 3.000 Tieren zwischen Görlitz und Plauen knapp 717 Millionen Eier.

Theoretisch könnte demnach jeder Sachse fast jeden zweiten Tag ein Frühstücksei von einer sächsischen Henne essen. Die Farbe der Eierschale gibt übrigens keine Auskunft über Qualität, Geschmack oder Herkunft. Ob ein Ei weiß oder braun ist, entscheidet allein die Hühnerrasse. Mit welcher Farbe die Eier das Osternest schmücken, bleibt der Phantasie und dem persönlichen Wunsch der Verbraucher überlassen.

„Wer zum Osterfest die Nester mit buntgefärbten Eiern aus heimischen Ställen füllt, kann sicher sein, ein frisches Produkt im Osternest zu haben. Und dazu entsprechen die heimischen Eier auch den höchsten Qualitätsansprüchen.“, sagte Agrarminister Frank Kupfer. Zwar haben rohe Eier eine Mindesthaltbarkeitsdauer von 28 Tagen, sie sollten aber ab dem 18. Tag nach dem Legen durchgehend gekühlt werden. „Um bei der Herkunft auf Nummer sicher zu gehen, sollte man nicht nur auf die äußere Verpackung, sondern auf den aufgedruckten Code auf dem Ei achten“, erklärte der Minister. „Die 14 nach dem DE steht für Sachsen!“

Jedes Ei ist im Handel mit einem sogenannten Erzeugercode versehen. Dieses zwölfstellige Zeichen gibt Auskunft über die Art der Haltung (0=Bio, 1=Freiland, 2=Boden, 3=Käfig – Die Kennzeichnung zur Käfighaltung entspricht der EU-Vorgabe, auch wenn es in Deutschland keine Käfighaltung mehr gibt; insofern steht die 3 bei deutschen Eiern für die Haltung in Kleingruppen), den Ländercode (DE für Deutschland) sowie die Betriebs- und Stallnummer. Entscheidend sind hierbei die ersten beiden Ziffern nach dem Ländercode. Steht nach dem DE eine 14, handelt es sich um ein Ei aus sächsischer Produktion. Der Code 1-DE-1410111 würde also ein Freilandei aus Sachsen kennzeichnen.

Im vergangenen Jahr wurden sechs Prozent aller Legehennen in Sachsen in Kleinvolieren, 83 Prozent auf dem Boden und elf Prozent im Freiland gehalten. Seit 2007 ist die konventionelle Käfighaltung für Legehennen in Deutschland verboten. Nach einer Übergangsfrist mit Ausnahmegenehmigungen dürfen seit 2010 die Hennen auch in Sachsen nur noch in wesentlich größeren Kleinvolieren mit maximal 12 Tieren pro Quadratmeter, Scharrmöglichkeiten, Sitzstangen und einem Legebereich gehalten werden (Kleingruppenhaltung). EU-weit ist die konventionelle Käfighaltung erst ab dem Jahr 2012 verboten. Die dann geltenden Haltungsanforderungen für ausgestaltete Käfige sind jedoch niedriger als der deutsche Standard. „Durch die Umstellung nach dem Verbot der Käfighaltung kam es in den Legehennenbetrieben in Sachsen vorübergehend zu einem Rückgang der Menge an erzeugten Eiern und Legehennenplätzen“ sagte Minister Kupfer. „Es ist erfreulich, dass steigende Zahlen momentan wieder eine Annäherung an das Ergebnis vorheriger Jahre andeuten.“