Ostrale trifft letzte Vorbereitungen vor großer Eröffnung

Dresden - Die Ostrale - eine Biennale für zeitgenössische Kunst im Herzen Dresdens befindet sich im Endspurt der Vorbereitungen. Mit großen Erwartungen an die neuen Ausstellungsräume in der Zigarettenfabrik in Striesen fiebern Fans der Eröffnung am 3. Juli enteggen. Tobias Blaurock, Pressesprecher der Ostrale, erklärt, weshalb es zum Umzug aus dem Ostragehege kam. 

Auf 4700 Quadratmetern Nutzfläche finden die Exponate und Installationen ein vorübergehendes Zuhause. Die eigensinnige Architektur der Fabrik soll dabei optimal genutzt werden, so Tobias Blaurock. Ein ehemaliger Büroraum mit dem Namen "Greenfield" wird passend in grüner Farbe gezeigt. Ein Gemälde im selben Farbton soll hier ausgestellt werden. Die Linien im Bild werden vom Künstler Johannes Kersting über die Wände des Raumes fortgeführt. Weniger Grün, dafür aber auch an Naturfarben erinnernd, ist das Werk "lands" des Künstlers Yuval Avital. Ein Raum der Biennale soll dafür komplett mit Erde aus dem Ostragehege bedeckt werden. Kunst soll auch in Zeiten von hitzig geführten Politik-Debatten Orientierung bieten, so Andrea Hilger. Die künstlerische Leiterin sieht zwischen den ausgestellten Werken und aktuellen Themen eine enge Verbindung. "Was ist Kunst, was kann Kunst und insbesondere, was darf Kunst?" steht als zentrale Frage im Raum. Kunst als Mittelpunkt des Alltäglichen Lebens erlebbar zu machen ist die Hoffnung der Veranstalter. Der neue Ausstellungsort soll dieses Ziel unterstützen.