Ostrapark Dresden: Theater statt Schlachtbank

Dort, wo Stadtbaurat Hans Erlwein vor über hundert Jahren Rinderhalle und Schafstall des Dresdner Schlachthofs plante, entsteht derzeit der Ostrapark Dresden, ein Zentrum für Eventkultur. +++

Hier – gegenüber vom Haupteingang der MESSE Dresden – wird in Kürze Theater gespielt, werden Feste gefeiert und Firmenevents ausgerichtet. Bereits zum Kirchentag empfängt der Ostrapark als barrierefreies Begegnungszentrum die ersten Gäste.

Der Dresdner Veranstaltungsmanager Mirco Meinel, Geschäftsführer der Agentur First Class Concept, baut das lange Zeit brachliegende Gelände gemeinsam mit Projektentwickler Florian Zweig schrittweise aus. Rund fünf Millionen Euro sollen in das Areal mit einer Gesamtfläche von ca. 22.000 m² investiert werden. Der erste und zweite Bauabschnitt umfassen rund 10.000 m² und ein Investitionsvolumen von ca. 2,1 Mio. Euro.

Der erste Bauabschnitt

Im ersten Bauabschnitt entsteht ein Restaurant – Theater, ein Seehaus mit Café -Lounge und ein großer Open-Air-Bereich am Ufer des Messeteichs mit mobiler Seebühne für rund 2000 Besucher. Der Messeteich wird bei vielen Events eine Hauptrolle spielen. Eine Fontäne mit 12 Metern Höhe begrüßt die Gäste schon von weitem, und die schwimmende Bühne mitten im See erlaubt Open Air Inszenierungen mit viel Flair.

Das Restaurant-Theater in der ehemaligen Rinderhalle kann ab Juni für Veranstaltungen jeder Art gemietet werden. Es verfügt über ca. 400 Sitzplätze bzw. 1500 Stehplätze und wurde behindertengerecht ausgebaut. Ein sieben Meter breites Glastor steht bereits optisch für die enge Verbindung von Innen- und Außenbereich. In der Vorweihnachtszeit hat hier ein neues Dinnerspektakel mit dem Titel „Mafia Mia“ Premiere.

Das Seehaus mit rund 80 Plätzen und die Open Air-Lounge werden am Pfingstwochenende zunächst für den Sommerbetrieb eröffnet. Hier sind an den Wochenenden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen geplant. Endgültige Fertigstellung ist im Herbst und Winter geplant. Die Lage am Wasser verspricht ein fast maritimes Feeling. Nach Absprache mit der MESSE wird das Seehaus auch während der Veranstaltungen der MESSE geöffnet.

Der zweite Bauabschnitt

In einem zweiten Schritt planen Mirco Meinel und Florian Zweig den Umbau des ehemaligen Sozialtraktes der Rinderhalle. Hier sollen sich vor allem Partner aus der Kreativ- und Eventbranche ansiedeln – Werkstätten, Cateringunternehmen und Logistiker. Mit zahlreichen Mietinteressenten gibt es bereits Vorgespräche, ebenso für die außergewöhnlichen Büros mit Loftcharakter. Baubeginn ist im Januar 2012.

Ein dritter Bauabschnitt

Ebenfalls in Planung befindet sich ein Designhotel zu erschwinglichen Preisen in den ehemaligen Schweinehallen. Hier sollen vor allem Aussteller und Sportvereine eine bezahlbare Unterkunft in unmittelbarer Nähe der MESSE und des Sportparks finden. Der Bau könnte Ende 2012 beginnen.

Für Mirco Meinel ist das Areal des ehemaligen Schlachthofes durch die ideale Verbindung von Innen- und Außenbereichen prädestiniert für Veranstaltungen. Einerseits fasziniert ihn die perfekte Lage aufgrund der Nähe zur Innenstadt, zur Autobahn und mit der neuen Straßenbahnlinie auch zum Netz der öffentlichen Verkehrsmittel. Andererseits ist er immer wieder überrascht von der fast ländlichen Ruhe auf der Ostrainsel – ideale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter seiner Agentur, die 2012 aus dem Eventwerk umsiedeln wird.

„Schon vor zwei Jahren habe ich den Zauber der damals vollkommen brach liegenden Flächen und der Erlweinschen Architektur entdeckt“, erzählt Mirco Meinel. „Seitdem habe ich die Idee verfolgt, hier ein Zentrum für Eventkultur zu entwickeln. Es gibt in ganz Deutschland kaum Flächen dieser Größe, wo man etwas ganz Neues aufbauen kann. Beim Blick über den ausgetrockneten See fielen mir spontan unzählige Varianten für Veranstaltungen ein, das war wie eine Initialzündung.“

Ulrich Finger, Geschäftsführer der MESSE DRESDEN, freut sich über den aktiven neuen Nachbarn: „Es ist toll zu erleben, wie die denkmalgeschützten Erlweinschen Hallen Schritt für Schritt rekonstruiert werden und im Ostragehege zunehmend Leben einzieht. Ich bin sicher, dass es eine enge Beziehung und viele Symbiosen zwischen der MESSE DRESDEN und dem Ostrapark geben wird. Große Effekte verspreche ich mir dabei von der neuen Anbindung an das Straßenbahnnetz.“

Quelle: Sabine Mutschke PR- und Marketingberatung, Fotos: Ostrapark GbR

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