Overtime Krimi in Taucha

Leipzig – Im Hexenkessel in Taucha gab es am Sonntag wieder einen echten Krimi zu bewundern. Die EXA IceFighters mussten degen die Gäste aus den Niederlanden bis in die Overtime.

Ungewohnte Klänge in der kW-Rent EisArena in Taucha. Anlässlich des historischen Olympiafinales in dem die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft nur 55 Sekunden an der Goldmedaille vorbei geschrammt ist, ertönte zum Spitzenspiel gegen Nordmeister Tilburg Trappers in der Oberliga die deutsche Nationalhymne. Mannschaft und Fans feierten damit bereits vor dem eigenen Spiel ein sensationelles Finale. Und auch die Partie in Taucha sollte eine Sensation werden. Nachdem das erste Drittel eher ein abtasten beider Teams darstellen sollte, kam im zweiten Drittel Schwung in die Partie. Leipzig fand zunächst besser ins Spiel, doch kurz vor der Pause war es Tilburg die mit zwei schnellen Toren in Front gingen. Doch die IceFighters steckten nie auf. Der schnelle Anschlusstreffer im dritten Drittel durch Antti Paavilainen gab den Leipzigern noch einmal Mut und so war es Damian Schneider der in der 57. Minute den 2:2 Ausgleich schoss. Das Spiel sollte also wie wenige Stunden zuvor das Olympia-Finale in die Verlängerung gehen. Doch auch hier jubelten erneut die Gegner. Die Mannschaft der Tilburger aus den Niederlanden schaffte das Finale 2:3 in der Overtime.
Zwischen Platz drei und sieben liegen jetzt nur noch drei Zähler. Gegen die Moskitos aus Essen könnte es deshalb am kommenden Sonntag zu einem dramatischen Endspiel um das Heimrecht in den anstehenden Playoffs kommen.