Palmenhaus wird saniert

Eines der beliebtesten Ausflugsziele ist das Schloss Pillnitz mit seinem 28 Hektar großen Park. Dieser ist aufgeteilt in den chinesischen, den englischen und holländischen Garten. Im letzteren steht das Palmenhaus, was derzeit saniert wird.

Wenn Gärten gestylte Natur sind, so wie es der Schriftsteller Erhard Blanck einmal gesagt hat, dann ist die Garten- und Parkanlage Pillnitz die Heidi Klum in der europäischen Gartenbaukunst.

Unter der Regentschaft König Johanns wurde von 1859 bis 1861 das Palmenhaus gebaut. Es diente als Unterbringung der Botanischen Sammlung. Das Palmenhaus ist eines der letzten Zeugnisse vorgefertigter Stahlguss-Konstruktionen auf deutschem Boden. 1969 wurde allerdings geschlossen und war fest 20 Jahre dem Verfall preisgegeben. Mitte der 90er Jahre entschloss man sich das Palmenhaus umfangreich zu sanieren. 

Das Palmenhaus wird seit Oktober 2007 saniert. Es soll später in Warm- und Kalthäuser unterteilt werden und um vorwiegend Pflanzen aus Afrika zu zeigen, bekommt das Palmenhaus moderne Lüftungs-, Befeuchtungs- und Schattierungsanlagen. Auf der Südseite sollen die sogenannten Neuholländer und auf der Nordseite die Holländer gepflanzt werden.

Dabei handelt es sich vorrangig um Silberbaumgewächse. Gezüchtet werden diese im eigens dafür neu gebauten Gewächshaus. Der Holländische Garten, in dem das Palmenhaus steht, soll nach historischen Plänen aus dem 19. Jahrhundert umgestaltet werden. Die Freianlagen werden mit Efeurabatten eingefasst und Brunnen sowie Schöpfbecken für die Bewässerung erneuert.

Der Freistaat investiert für dafür die gesamte Sanierung über zwei Millionen Euro.