Pappritzer erstellen Naturschutzkonzept

Dresden - Pünktlich vor den langersehnten Regentagen Mitte April ließ das Umweltamt auf der Streuobstwiese in Pappritz insgesamt 15 Obstbäume pflanzen. Pflaume, Kirsche, Birne und Apfel, wie die beiden Kulturapfelsorten „Prinzenapfel“ und „Schöner von Herrnhut“, sind an der Fernsehturmstraße in den Boden gekommen. Bürger aus Pappritz hatten die Pflanzung angestoßen. 

Sie legten dem Umweltamt im Herbst des vergangenen Jahres ein Konzept mit Naturschutzmaßnahmen vor. Das Umweltamt prüfte und entschied, dass alle Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Neben der Ergänzung und Erhaltung der Streuobstwiese Pappritz – eines von vielen gesetzlich geschützten Biotopen in der Region – schlagen die Pappritzer auch die Pflanzung einer Hecke mit Bäumen entlang des Rochwitzer Weges vor sowie die Renaturierung des Pappritzer Sumpfbaches. Beauftragt wurde diese erste Bepflanzung der Streuobstwiese von der Unteren Naturschutzbehörde des Umweltamts, ausgeführt von der LBD Landschaftsbau und -service GmbH Dresden. Im Herbst 2018 sollen dort weitere Obstbäume gepflanzt werden.

© Umweltamt Dresden

Eigentümer und Pächter dieses beinahe drei Hektar großen Grundstücks begrüßen das Projekt und verpflichten sich, die Pflege der Neu- und Altbäume nach fünf Jahren städtischer Bewirtschaftung eigenständig fortzuführen – auch mit Unterstützung der Pappritzer.

Inzwischen haben die engagierten Pappritzer den Arbeitskreis „Schönfelder Hochland“, zugehörig dem Naturschutzbund (NABU) Regionalverband Meißen Dresden, gegründet. Erreichbar ist die Gruppe telefonisch unter 0351-79214671 oder per E-Mail an dresden@NABU-Sachsen.de.

Wer sich für den Erhalt und die Verbesserung der Flora und Fauna in Dresden engagieren will, kann zum Beispiel eine Baumpatenschaft übernehmen oder den Fonds Stadtgrün finanziell unterstützen. Informationen zum Naturschutz und Kontakte zu Organisationen stehen unter www.dresden.de/umwelt bereit.