Parade der Vielfalt kämpft für Inklusion in Dresden

Dresden - Am 05. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, findet zum 9. Mal in Folge die Parade der Vielfalt in Dresden statt. Ziel der Parade ist es, ein öffentliches Zeichen für die Rechte von Menschen mit Behinderung zu setzen. Besonderer Schwerpunkt dieses Jahres ist das Thema „Mobilität“. „Auf der einen Seite schon einiges erreicht, wird auf der anderen Seite Errungenes schon wieder in Frage gestellt. Aktuelles Beispiel ist das Bahnsteighöhenkonzept der Deutschen Bahn AG, welches eine Erhöhung der Bahnsteige auf 76 cm vorsieht und damit den barrierefreien Einstieg bedroht.“ erklärt Annett Heinich, Inklusionsbotschafterin des Projektes der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland e.V.

Die Parade der Vielfalt startet um 11 Uhr am Postplatz Dresden mit einem Grußwort der Schirmherrin Dr. Eva-Maria

© Sachsen Fernsehen
© Peter Fritzsche

Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Am Hauptbahnhof endet die Parade und wird in Chemnitz fortgesetzt.

„Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr die Parade der Vielfalt sowohl in Dresden, als auch bei uns in Chemnitz gemeinsam feiern. Zusammen erreicht man immer mehr“ so die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Stadt Chemnitz, Petra Liebetrau. In Chemnitz werden neben der Parade der Vielfalt, die am Hauptbahnhof Chemnitz um 15 Uhr startet, auch weitere Veranstaltungen angeboten. Am Chemnitzer Neumarkt gibt es ein buntes Vielfaltsprogramm mit künstlerischen Darbietungen und Gemeinschaftsaktionen. 

Höhepunkt ist das Konzert an der Brückenstraße „Turbostaat am Kopp“ bei der Plastik, die den Kopf von Karl Marx darstellt. Da das Hauptthema der diesjährigen Parade der Vielfalt „Mobilität“ ist, werden mehrere RollstuhlfahrerInnen gleichzeitig mit der Bahn selbstständig von Dresden nach Chemnitz fahren. Für Menschen ohne Behinderung völlig selbstverständlich. „Durch diese Aktion werden wir den öffentlichen Personennahverkehr auf eine alltagspraktische Probe stellen. Das von „Aktion Mensch“ für dieses Jahr vorgeschlagene Motto lautet: „Inklusion von Anfang an!“. Inklusion bedeutet auch Chancengerechtigkeit in der Mobilität“ so Annett Heinich abschließend.

Quelle: Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e.V.