Paraderäume erstrahlen im neuen Glanz

Dresden - Kostbare Prunkmöbel und Porzellan, Wandtextilien aus Seide und monumentale Deckengemälde. Ein museales Ensemble fürstlicher Pracht. Der 1986 begonnene Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses erlebt mit der Eröffnung der Paraderäume Augusts des Starken und des Porzellankabinetts seine Krönung.

Die aufwendig rekonstruierten Räume werden gemeinsam mit originalen Kunstwerken aus mehreren Museen der Staatlichen Kunstsammlungen vollendet. Alleine die Aufträge für die Herstellung der verschiedenen Stoffe gingen bis nach Spanien, Italien und Frankreich.

Der Weg zu den Paraderäumen führt die Besucher durch das 100 m² große Turmzimmer des Residenzschlosses. Zum Zeitpunkt der Hochzeit präsentierte August der Starke darin auf Holz-Podesten und Wandkonsolen den Staatsschatz in Form von kostbaren Silbergefäßen. Der rekonstruierte Raum nimmt nun mit einer Auswahl an Porzellanen diese historische Funktion wieder auf. Gezeigt werden einzigartige Meisterwerke der Meissener Manufaktur.

Kostbare Möbel wie der Audienzstuhl, seltene Augsburger Silbermöbel und französische Prunkmöbel in Boulle-Marketerie sind aus dem frühen 18. Jahrhundert dank des Kunstgewerbemuseums erhalten geblieben und von den Sächsischen Kunstsammlungen Dresden restauriert worden. Neben der „Königlichen Garderobe“ beeindruckt auch die Krönungsfigur mit dem Gesicht Augusts des Starken nach der Lebendmaske von 1704. Die Medienpräsenz war daher sehr hoch, um die Rekonstruktions-Arbeiten von über 300 Handwerksbetrieben aus ganz Europa zu bestaunen.

Ab dem 28. September 2019 sind die restaurierten Räumlichkeiten auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Erleben Sie den edlen Charme von vor 300 Jahren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.skd.museum.

© Sachsen Fernsehen
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