Patientenübergabe per Telefon – Neues Notfallkonzept an der Uniklinik

Wie die Leitung des Uniklinikums Leipzig am Montag mitteilte, werden Patienten in Zukunft per Telefon angekündigt. So soll die bevorstehende Behandlung der Notfalls besser vorbereitet und koordiniert werden können. +++

Der allgemeine Ablauf sieht ab sofort einen Telefonanruf des behandelnden Notarztes in der Klinik vor. Zustand, Symptome und Ankunftszeit des Patienten in der Klinik sollen in diesem kurzen Telefonat übermittelt werden. Bisher wurde dies nur bei lebensbedrohlich verletzten Unfallopfern getan. Nun soll das System auf alle Notfallpatienten übertragen werden.

Im Vorfeld können so diagnostische bzw. therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, um eine bestmögliche Behandlung der Patienten zu gewährleisten.

„Das ist vergleichbar mit dem Vorgehen auf Flughäfen“, sagte André Gries, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am UKL. „Dort werden die landenden Flugzeuge ebenfalls angemeldet, was eine Voraussetzung dafür ist, dass bei der Abfertigung des Fliegers und der Passagiere alles reibungslos funktioniert.“

Jeden Tag werden rund 130 Patienten in die Leipziger Uniklinik gebracht. Vor allem in den Mittagsstunden wird der Großteil der Notfallpatienten eingeliefert. Das nun erarbeitete Konzept soll zur Verbesserung der Behandlung beitragen und gilt bisher als einzigartig in der Messestadt.