Pegida, Herz statt Hetze, Tötungsdelikt – Dresden im Zwiespalt

Dresden - Das mittlerweile 6. Versammlungsgeschehen der Pegida-Bewegung wurde von der Versammlungsbehörde bereits vergangene Woche auf die Cockerwiese verlegt. "Um der prognostizierten Gesamtteilnehmerzahl unter Einhaltung des Mindestabstands gerechtzuwerden", hieß es von der Stadt Dresden. Nur wenig später gab dann Pegida selbst bekannt, auf diese Alternative zu verzichten. Die Initiative wird statt der Großdemo am Sonntag auf kleine Veranstaltungen, verteilt auf verschiedene Orte in der gesamten kommenden Woche ausweichen. Die Gegenbewegungen haben dies als einen Paukenschlag bewertet.

Politikprofessor Werner Patzelt stand seinerzeit öfter in der Kritik. Er war seinerzeit Gutachter im Auftrag der AfD und hat 2019 die sächsische CDU beraten. Seiner Meinung nach hätte die Pegida-Bewegung den Vorschlag der Stadt einfach annehmen sollen.

Noch mehr Öl ins Feuer wird durch die jüngsten Ereignisse gegossen, durch den Vorfall des Tötungsdeliktes auf der Schloßstraße in Dresden durch einen Syrer. In der vergangenen Stadtratssitzung wurde das Thema ebenfalls in den Fokus gerückt. Während der Debatte mit dem Titel "Gescheiterte Integration - Kriminalität durch Migranten" sprach Frank Hannig, der für die Freien Wähler im Dresdner Stadtrat sitzt, mit seinen Erfahrungen als Rechtsanwalt.

Es bleibt ein Thema, dass die Sachsen noch immer spaltet. Herz statt Hetze hält an seiner Kundgebung am Sonntag fest. Ob die Demonstrationen der kommenden Tage friedlich ablaufen, wird sich zeigen.