Pegida macht nächsten Montag Pause

Der wochenlang angekündigte Kurzauftritt des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders hat Pegida am Montagabend nicht die erhofften 30.000 Teilnehmer eingebracht.+++

Schätzungsweise vor höchstens 10.000 Menschen hat Geert Wilders am Dienstag in der Dresdner Flutrinne gesprochen. Er schmeichelt den Pegida-Anhängern, sie seien in seinen Augen Helden. Zuvor hatten Verkehrschaos, Polizeibarrikaden, Straßensperrungen und Demonstrationen das Bild der Dresdner Innenstadt am Nachmittag geprägt.
 
Interview im Video mit Jana Ulbricht, Sprecherin Polizei Dresden

Unter anderem beim Sternmarsch setzten neben Schülern und Studierenden Politiker Zeichen gegen das Pegida Großevent.

Interview im Video mit Jana Ulbricht, Sprecherin Polizei Dresden

Ausschreitungen oder handfeste Auseinandersetzungen hat es laut Dresdner Polizei nicht gegeben. Zwölf Straftaten haben die Beamten rund um das Demonstrationsgeschehen erfasst. Ermittlungen wurden eingeleitet. Sternmarsch, Dresden-Nazifrei-Demo und Sitzblockaden beeinflussen das Geschehen in der Flutrinne nicht. Die Polizei hatte das Gelände bereits am Nachmittag weiträumig abgesperrt.

Für den Großteil der Demonstrationsgegner gab es kein Durchkommen an Polizeibarrikaden. Ihren Unmut über die Veranstaltung äußern sie aber dennoch: Am Kongresszentrum zeigt man Flagge und sogar auf dem Gelände haben Gegendemonstranten im Vorfeld überspitzte Botschaften verteilt. Nur wenige Gegner beobachten den Auftritt von Wilders in der Flutrinne.

Noch während der Veranstaltung berichtet Pegida-Oberhaupt Lutz Bachmann von Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Gegendemonstranten in der Friedrichstadt. Diese werden von der Dresdner Polizei dementiert.
 
Interview im Video mit Jana Ulbricht, Sprecherin Polizei Dresden
 
Für kommenden Montag kündigt Pegida eine Pause an. Erst am 27. April soll am Dresdner Altmarkt wieder demonstriert werden. Bis dahin will Bachmann die Bundesableger unterstützen und stärken. Pegida-Dresden wird sich in den kommenden Wochen wohl verstärkt dem Oberbürgermeisterwahlkampf von Tatjana Festerling widmen.