Pepcom erhält Zuschlag: Stadt verkauft HL Komm für 50 Millionen Euro

Mit 31 Ja- und 27 Nein-Stimmen votierte der Leipziger Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch für den Komplettverkauf des Telekommunikation-Dienstleisters HL Komm an die Münchner Firma Pepcom. Der Kaufpreis liegt bei knapp 50 Millionen Euro. +++

Trotz heftiger Kritik der Stadtratsfraktionen der Linken, der Grünen und der FDP wurde dem Verkauf mit einer knappen Mehrheit zugestimmt. Vor allem das undurchsichtige – und einmal sogar neu gestartete Bieterverfahren war das Hauptargument der Kritiker. Aber auch die Gründe für die Veräußerung der HL Komm an Pepcom seien unzureichend und manchmal sogar fragwürdig. 

Denn in vielen Kreisen gilt das Münchner Unternehmen als sogenannte „Heuschrecke“, da sie durch einen Londoner Hedgefonds finanziert wird. Vor allem den geplanten Ausbau des Standortes Leipzig sehen die Gegner des Verkaufs trotz vollmundiger Versprechungen von Pepcom noch nicht.

Die Befürworter, allen voran die SPD-Fraktion, hielten dagegen, dass der Verkauf von HL Komm den angeschlagenen LVV-Konzern stärken wird und wieder frisches Geld in die Stadtkasse spült: Circa 49,97 Millionen Euro.