Performance zum Stein

Einzig der Regen scheint mittlerweile nichts besonderes mehr zu sein, war es doch nicht das erste Mal, das die „Performance zum Stein“ von Petrus mit viel Wasser von oben gesegnet wurde.

Den „Porphyr in Feuer und Flammen“ konnte der Regen jedenfalls nicht löschen und auch die knapp zweieinhalb Tausend Besucher schien es wenig zu stören, sie kamen, wetterfest ausgestattet, um den Freitagabend halbwegs trocken zu überstehen. Offenbar hatte Petrus aber dann doch Einsehen mit Besuchern und Veranstaltern und so ließ der ergiebige Regenguss bald nach.

Der „Herr des Berges“ lud nun im Rahmen des imposanten Steinbruchpanoramas ein zu einer „Nacht der Hexen, Geister und Dämonen“ die bis zum Schluss von weiterem Regen verschont blieben sollte. Für die nötige akustische Mystik sorgte die Mittelsächsische Philharmonie gemeinsam mit Chor und Solisten. Werke von Mussorgsky ,Bartholdy, Rossini und Verdi entführten das Publikum dabei musikalisch in die geheimnisvolle Bergwelt voller Hexen und Dämonen. Der Porphyrsteinbruch, vom Wald umrahmt und in stimmungsvolles Licht getaucht, bildete mit der hereinbrechenden Nacht die ideale Kulisse für dieses Spektakel.

Phantasie-Dämonen durch Musik zu zeugen ist eine Sache – das HELMNOT-Theater ließ sie real werden und so sahen sich die Zuschauer mit Einbruch der Dunkelheit gigantischen Wesen gegenüber, die mit feurigem Blick das Publikum unsicher machten. Zwar sorgten Regenpfützen für etwas eingeschränkten Aktionismus der Akteure – die Illussion der futuristischen Stelzen-Dämonen war jedoch trotzdem gelungen.

Fast bis Mitternacht dauerte der musikalische Tanz auf dem Vulkan an, erlebten die Gäste faszinierende und mitreißende Musik die auch gegen Ende noch einmal durch den Einsatz fantasievoller HELMNOT-Figuren unterstützt wurde. So kämpften die „Rote Königin“ und die „Sonne“ zumindest musikalisch um die Vorherrschaft im Steinbruch. Schönheit, Kraft und Poesie machten die fast 6 Meter großen Figuren zum Mittelpunkt zu später Stunde und nicht zuletzt zu einem begehrten Fotomotiv.

Sein Finale fand dieser Abend in einer atemberaubenden Pyro- und Feuershow, die, vorsorglich unter Planen, den Regen überstand und nun für einen krönenden Abschluss sorgte. Den Abschluss einer Veranstaltung, die auch in diesem Jahr einen der Höhepunkte im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers darstellt, der noch bis September kulturell von sich Reden machen wird.

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