Pilzsaison in Sachsen

Sachsen- Seit geraumer Zeit sprießen in Sachsen wieder die Pilze aus dem Boden. Doch durch den trockenen Sommer hatten es Maronen und Co. auch in diesem Jahr sehr schwer. Während im Juni die Ausbeute noch recht groß war, blieb schon kurze Zeit später das große Pilzwachstum aus. Insgesamt fehlte besonders der Regen und auch die wiederkehrende Hitze im September war nicht förderlich für die Pilze.

Allerdings ist die Saison noch nicht vorbei. Denn trotz der widrigen Umstände, konnten in diesem Jahr Stein- und Perlpilze gut gedeihen. Wer nun auf der Suche nach leckeren Waldpilzen ist, sollte auf die besonderen Stellen achten. Im Allgemeinen sind Pilze da zu finden, wo Pflanzen oder Bäume wachsen. Der Sammelerfolg hängt aber vor allem von der Witterung, Baumart und Boden ab, denn die Pilze haben unterschiedliche Anforderungen an ihren Lebensraum. Gerade unter Eichen, Buchen, Fichten und Kiefern, fühlen sich Speisepilze recht Wohl. Weniger begehrte Plätze sind vor allem unter Linden, Erlen und Eschen.

Außerdem sollten Pilzsammler auf ihren Touren lange Kleidung und festes Schuhwerk tragen, um die Gefahr von Zecken befallen zu werden, zu reduzieren. Ein weitere wichtiger Punkt ist die Lagerung der gesammelten Pilze. Am besten ist es, die Pilze in einem Körbchen oder auf einem Pilzgitter zu lagern, damit sie genügend Frischluft bekommen. Da es neben essbaren auch giftige Pilze gibt und diese oft nur geringe Unterschiede aufweisen, ist es ratsam nur die Arten zu sammeln, die einem auch wirklich bekannt sind. Pilzwebseiten oder Pilzbücher können dabei helfen, den richtigen Pilz zu erkennen. Wenn man sich jedoch unsicher ist oder glaubt einen giftigen Doppelgänger erwischt zu haben, dann sollte ein Pilzberater kontaktiert werden.

Bei Verdacht einen giftigen Pilz gegessen zu haben, ist es wichtig sofort den Arzt aufzusuchen. Neben Übelkeit oder Schweißausbrüche können auch Schwindel und verstärkter Speichelfluss Zeichen für eine Vergiftung sein. Herrscht also Unsicherheit über die Genießbarkeit, sollte man im Zweifel den ein oder anderen Pilz lieber im Wald stehen lassen.