Piratenflagge: Entscheidung am 21. Oktober

Der Gerichtsprozess um eine auf dem Kaßberg ins Fenster gehängte Piratenflagge ist am Donnerstag mit einem Vorort-Termin in eine neue Runde gegangen.

Der Vermieter wirft der allein erziehenden Mutter vor, das Überbleibsel einer „Fluch der Karibik“-Party wurde die Fassade verschandeln und damit potentielle Mieter abschrecken.

Das Chemnitzer Amtsgericht hatte dem Kläger zunächst Recht gegeben, nun liegt der Fall beim Landgericht. Im Beisein der Beklagten und Vertreter der Klägerseite hat der Richter die Piratenflagge noch einmal hissen lassen.

Interview: Thomas Mrodzinsky – Pressesprecher Landgericht Chemnitz

Vor Ort bezeichnete der Richter die Piratenfahne als Kinderspielzeug, doch der Ausgang des Prozesses ist völlig offen. Die Beklagte hat bereits Entgegenkommen angekündigt.

Interview: Annett Krüger – Beschuldigte

Auf Klägerseite rechnet man allerdings nicht mehr mit einer gütlichen Einigung. Hier geht man von guten Chancen aus, den Prozess zu gewinnen.

Interview: Andreas Möckel – Anwalt der Klägerin

Mit einem Urteil ist frühestens in einem Monat zu rechnen. Für den 21. Oktober hat das Landgericht Chemnitz einen Verkündigungstermin angesetzt.

Das Fenster ist bis dahin garantiert Piratenflaggen-frei.

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