PKW-Maut wird von vielen abgelehnt

Nach einer Umfrage von auto.de lehnen 71% der Autofahrer eine PKW-Maut ab. So sagen viele, dass die Autofahrer schon genug zahlen müssten. +++

auto.de-Umfrage: Aktuell lehnen 71% der Autofahrer eine „PKW-Maut“ ab Experte: Zusätzliche Maut wäre reine Abzocke / Etwa 9.000 Befragte
 
Alle Jahre wieder lässt die jeweilige Bundesregierung einen Testballon namens „PKW-Maut“ steigen. So war es auch in dieser Woche. Das KFZ-Portal www.auto.de, mit 1.3 Mio. Nutzer im Monat Deutschlands drittgrößtes Autoportal, hat diese Diskussion zum Anlass genommen, die deutschen Autofahrer, also die Betroffenen, nach ihrer Meinung zu einer möglichen PKW-Maut zu befragen. Das Ergebnis der Umfrage: 71% der Autofahrer lehnen eine PKW-Maut ab. Basis sind 8.720 Online-Votes.

Betrachtet man die auto.de-Abstimmungsergebnisse, die bis zum 20. April eingegangen sind, lehnen 32% der Automobilisten (2.790 Stimmen) eine PKW-Maut gänzlich ab. Sie führen an, dass die deutschen Autofahrer schon jetzt die „Melkkühe“ der Nation seien.
39% der Befragten (3.401 Stimmen) wehren sich ebenfalls gegen die Maut, solange die bestehenden KFZ-Besteuerungen nicht geändert, sprich gesenkt oder ganz abgeschafft werden.
29% der Autofahrer wiederum stehen einer Maut positiv gegenüber. So befürworten 11% (959 Stimmen) eine Maut, weil dadurch zusätzliche Mittel in die Straßen-Infrastruktur fließen könnten. 18% sehen die Maut in einem europäischen Kontext. Da viele an Deutschland angrenzende Länder bereits Geld für die Nutzung ihrer Straßen fordern – auch von Ausländern – sind diese 1.570 Befragten für eine PKW-Maut in Deutschland.

Verschiedene Medien hatten berichtet, dass das Bundesverkehrsministerium unterschiedliche Gebührenvarianten zum Thema PKW-Maut durchgerechnet hätte. So müsste der Autofahrer in der ungünstigsten Variante jährlich 365 Euro PKW-Maut zahlen. Die Wogen schlugen dementsprechend hoch. Der auto.de-Experte Thomas Kuwatsch meint: „Sollte die PKW-Maut in der Form kommen, wie sie zur Zeit kolportiert wird, dann handelt es sich um eine weitere staatlich organisierte Schröpfung der sowieso schon stark belasteten Autofahrer.“

Quelle: auto.de

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