Planänderung für Verkehr auf der Albertbrücke

Um den ursprünglichen Fertigstellungstermin im Sommer 2016 einzuhalten, soll der Straßenbahnverkehr erst im August, Fußgänger- und Radverkehr jedoch bereits Mitte September auf die fertige Brückenseite verlegt werden.+++

Bürgermeister Jörn Marx und der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Prof. Reinhard Koettnitz informierten am Mittwoch, 29. April 2015 über den Baufortschritt auf der Albertbrücke.

Ab Montag, 24. August 2015 soll die Straßenbahn auf dem neu errichteten Gleis auf der Oberstromseite fahren. Mit der Fertigstellung dieses ersten Bauabschnittes wird ein wesentlicher Meilenstein beim Ausbau der Albertbrücke erreicht. Nach der ursprünglichen Planung hätte die Umstellung bereits am 28. Juni erfolgen sollen. Dieser Termin hat sich wegen einer Vielzahl von Gründen verschoben. Ursachen für die Verschiebung sind insbesondere:

Der Bauzustand der Brücke bedingte, dass die Länge des Schalwagens, anders als geplant, auf zehn Meter begrenzt werden musste und nur ein Schalwagen je Feld eingesetzt werden konnte. Das führte zur Verdopplung der Betonier-Abschnitte der Tragplatte. Für die aufwendige Gestaltung der Kragarmunterseiten (1) wurde eine Einarbeitungsphase gebraucht. Für diese ungewöhnliche Gestaltungsaufgabe mussten neue Verfahren entwickelt werden. Gemeinsam mit der Firma Hentzschke Bau wurden innovative Halbfertigteile entwickelt, welche die hohen qualitativen Anforderungen erfüllen. Trotzdem waren noch viele Teile vor Ort sehr aufwendig zu schalen. Auch war der Sandstein stärker geschädigt als ursprünglich angenommen. Die Planungsanpassungen für Geländer, Illumination und vorhandene Altsubstanz gestaltete sich aufwendiger. Der Ausbau der Haltestelle Rosa-Luxemburg-Platz wurde vorgezogen, damit die Gleisumsetzung der Dresdner Verkehrsbetriebe in den Sommerferien realisiert werden kann. Insgesamt waren im bisherigen Bauablauf 32 Behinderungen zu verzeichnen.

Um den ursprünglichen Fertigstellungstermin im Sommer 2016 einzuhalten, soll der Fußgänger- und Radverkehr nun bereits Mitte September von der Behelfsbrücke auf die fertige Brückenseite verlegt werden. Damit hat die Baufirma Platz für die Technologieanpassung und Vorbereitung des Baufeldes. Mit der Außerbetriebnahme der Behelfsbrücke werden darüber hinaus Reparaturarbeiten in Höhe von rund 200 000 Euro sowie Unterhaltungskosten von rund 80 000 Euro gespart.

Der Auftrag für die Arbeiten am Geländer konnte erst im März 2015 vergeben werden, da im Vorfeld umfangreiche Abstimmungen mit Denkmalschutz und Stadtplanung erforderlich waren. Jetzt läuft die Fertigung der Geländer. Bis diese vollständig montiert sind, werden die Fahrradfahrer in beiden Fahrtrichtungen zunächst die neue Fahrbahn nutzen. Den Fußgängern steht der zukünftige Radweg zur Verfügung. Die Freigabe einer Fahrspur für den Individual-Verkehr wird bis November 2015 verschoben.

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Dresden

Weitere Informationen sowie das Interview mit Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts, sehen Sie im Video.