Podiumsdiskussion über die anhaltenden Flüchtlingsströme – „Information statt Vorurteile“

Ein Podiumsgespräch widmet sich der Frage, warum Menschen aus Afrika nach Europa fliehen und was man vor Ort verbessern kann: in Berlin – Brüssel – Brazzaville. Podiumsgespräch Montag, 14. September, 19:30 Uhr, Frauenkirche Dresden. Eintritt frei. +++

 

Die anhaltenden Flüchtlingsströme aus dem arabischen Raum, aber auch aus Afrika südlich der Sahara erreichen in immer neuen Wellen Europa und veranlassen viele, sich mit dieser Frage intensiver zu befassen. Kriegsflüchtlinge haben erkennbare Gründe; bei anderen Asylbewerbern oder Einwanderern ist das oft nicht so klar. Das führt zu Irritationen und Protesten in der Bevölkerung bis hin zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen.

Die Politik scheint zurzeit mit dieser Situation an ihre Grenzen zu gelangen. Neu politische Entscheidungen sind nötig, aber auch bürgerschaftliches Engagement ist möglich und gefragt. Die politische Handlungsfähigkeit in der Migrationsfrage wieder herzustellen, ist eine Aufgabe vieler.

Diese Veranstaltung beginnt bei den ökonomischen Ursachen für eine Flucht oder Auswanderung aus Afrika südlich der Sahara, denn diese Frage nach den Zuwanderungsgründen von Afrikanern beschäftigt viele  Menschen. Handelt es sich um „Wirtschaftsflüchtlinge“, wie sie allgemein genannt werden, also um Menschen, die ein besseres Auskommen suchen? Welche ökonomischen Ursachen legen dem zugrunde und wir kann man dazu beitragen, auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit, eine Volkswirtschaft in Afrika so zu stabilisieren, dass Menschen sich nicht gezwungen sehen, auszuwandern, um woanders ihr Brot zu verdienen?

 

Am Beispiel der Republik Kongo werden folgende Fragen gestellt:

 

·         Welche infrastrukturellen Defizite werfen das Land immer wieder zurück?

·         Wie kann man Unternehmen in der Republik Kongo stärken, um die Wirtschaftskraft des  
          Landes insgesamt zu stärken und Wohlstand für viele zu schaffen?

·         Welche Kongolesen entschließen sich zur Auswanderung oder Flucht – sind sie gebildet oder
          ungebildet, kommen sie aus den Städten oder vom Land?

·         Wie können Nichtregierungsorganisationen bei diesen Fragen helfen? Wie können
          Unternehmen stabil und verlässlich in der Republik Kongo ins Geschäft mit einheimischen 
          Partnern kommen?

·         Welche Strategie verfolgt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) 
          für Afrika südlich der Sahara?

 

Die Hauptstadt des Kongo, Brazzaville, ist Partnerstadt Dresdens. Wir sind deshalb froh, Herrn Jonas Koudissa aus Brazzaville als Hauptredner begrüßen zu können. Er wird seinen Vortrag auf Deutsch halten.

 

Ebenfalls vortragen werden Gudrun Grosse -Wiesmann vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Berlin, zuständige Abteilungsleiterin für Subsahara-Afrika und Christoph Hoyler aus Brüssel, dem Leiter einer einschlägigen NGO und eines Unternehmens mit eigenen Vor-Ort-Erfahrungen in verschiedenen afrikanischen Ländern.  

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung statt. Sie steht allen Interessierten bei freiem Eintritt offen.

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Terminhinweis:

 

Montag, 14. September 2015, 19:30 Uhr

Podiumsgespräch

»Was braucht es, um in Afrika funktionierende Volkswirtschaften aufzubauen?»

Mit Jonas Koudissa Theologe und Politikwissenschaftler

Christoph Hoyler Globalfair (NGO)

Gudrun Grosse Wiesmann Bundesministerium für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung

In Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale

für politische Bildung

Unterkirche | Eingang über F

 

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