Pödelwitz soll bleiben

Leipzig – Das Klima-Camp in Pödelwitz ist in vollem Gange. Seit Samstag demonstrieren die Klimaschützer gegen den Braunkohleabbau.

 

Ihre Zelte haben sie in dem kleinen Dorf aufgeschlagen. Heute leben in Pödelwitz nur noch knapp 30 Menschen. Die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft, kurz MIBRAG hat in den letzten Jahres 80 Prozent des Ortes aufgekauft, um dort Braunkohle abbauen zu können. Ruth Krohn von der Degrowth Sommerschule erklärt die Hintergründe.

Der sächsische Wirtschaftsminister Maritn Dulig von der SPD sieht das Thema Braunkohleabbau ähnlich, verweist jedoch noch auf die bisherige Notwendigkeit und die wirtschafltichen Interessen. Noch kann die MIBRAG in Pödelwitz keine Braunkohle abbauen.  Um zu verhindern, dass Pödelwitz Teil des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain wird, trafen sich Anfang des Jahres knapp 80 Leute zur Planung des Klimacamps. Neben dem Protest, gibt es ein vielfältiges Bildungsangebot und die Möglichkeit zur Vernetzung und des Austausches der Aktivisten. Anlass gab die Bürginitiative „Pro-Pödelwitz“. Mit Unterstützung von Leipziger Bürgern, Klimaaktivisten und der Degrowth-Sommerschule konnte das Camp organisiert werden. Den Auftakt bildete die Demo am Samstag in Leipzig. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Spenden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.klimacamp-leipzigerland.de
Ob das KlimaCamp Pödelwitz retten kann wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Bis dahin heisst es Daumen drücken und spenden.