Christoph Pötzsch geht in Rente – Das sind seine Pläne

Dresden – Es gibt wohl kaum einen Dresdner, der sich mit der Kulturgeschichte der Stadt so gut auskennt wie Christoph Pötzsch. Der renommierte Hobbyhistoriker hat in den vergangenen Jahren in zahlreichen Stadtführungen über das historische Elbflorenz aufgeklärt. Er steht seit 1991 im Dienst des Bistums Dresden-Meißen. Am Freitag wurde der Leiter des Katholischen Büros in den Ruhestand verabschiedet. Ab Oktokber soll ein Anderer übernehmen.

Zahlreiche Weggefährten von Christoph Pötzsch sind gekommen, um sich bei ihm für seine jahrelange Arbeit zu bedanken. Im Rahmen der offiziellen Abschiedsveranstaltung verlieh ihm Bischof Heinrich Timmerevers, stellvertretend für den Papst, gar den Gregoriusorden für seine besonderen Verdienste bei der Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche. Timmerevers, der selbst erst vor einem knappen Jahr das Amt als Bischof des Bistums Dresden-Meißen übernommen hat, betonte in seiner Dankesrede welche Hilfe ihm Pötzsch in seiner Anfangszeit war. Regionale Bekanntheit erlangte Pötzsch allerdings durch sein ungewöhnliches Hobby. Als Stadtführer und Hobbyhistoriker führten ihn seine Streifzüge durch die Dresdner Geschichte durch die Altstadt, aber auch auf Friedhöfe und in Gruften. Dadurch entstanden zahlreiche Publikationen. Zwölf Jahre lang leitete Christoph Pötzsch das Katholische Büro. Er war für den Austausch zwischen dem Bistum Dresden-Meißen und der sächsischen Politik mitverantwortlich. Landtagspräsident Matthias Rößler sprach ihm deshalb nicht nur seinen Dank, sondern seine Anerkennung aus. Er ging mit Pötzsch bereits gemeinsam zur Schule. Die Leitung des Katholischen Büros übernimmt Diakon Daniel Frank. Bis zu seinem offiziellen Amtsantritt Anfang Oktober wird Pötzsch allerdings noch die Amtsgeschäfte führen.