Pokalschreck gibt Spiel in 119 Sekunden aus der Hand

Leipzig – Der kleinste Stadtteil der Stadt wollte auch am Sonntag seine Rolle als Stadtpokalschreck weiter ausüben. Zu Gast beim SV Schleußig die Mannschaft aus Wahren.

Viertelfinale im Leipziger Stadtpokal und das bei perfektem Wetter am Nonnenweg des SV Schleußig. Diese hatten den TSV Wahren aus der Stadtklasse zu Gast – eine Liga über den Schleußigern. Die Favoritenrollen waren also klar verteilt. Weiteres Handicap bei Schleußig – sie gingen ersatzgeschwächt in die Partie. Sowohl auf Schneider als auch auf die Gelb gesperrten Pilniok und Keller musste verzichtet werden. Dennoch war in den ersten rund 35 Minuten kein Klassenunterschied zu erkennen. Schleußig spielte froh auf, genauso wie die Gäste aus dem Nordwesten der Stadt. Bis zur 38 Minute! Als die TSV durch ein Tor von Felix Hempel nach dem Zuspiel von Daniel Artmann in Führung ging. Genau zwei Minuten später klingelte es bereits schon wieder. Durch eine starke Flanke des Verteidigers bediente dieser Kenny Wolf, der den Verteidigern keine Chance gab und mit einem Schuss ins rechte Eck vollendete. Nach dem Seitenwechsel gaben die Blauen alles, um noch mal ins Spiel zu kommen. Mit Erfolg! Nach einem Patzer des Wahrener Keepers gab es Elfmeter für die Heimmannschaft. Eiskalt schob Martin Heilemann in das linke Eck ein. In der 80 Minute zeigten die Gäste noch einmal, was in ihnen steckt. Nach einer wunderschönen Freistoßflanke vollendete Christopher Wolff sehenswert per Direktabnahme zum 3:1. Kurz vor Abpfiff dann die Entscheidung – das 4:1. Nach einem Steilpass auf Daniel Artmann, welcher bereits das 1:0 vorbereitete. Danach ging nichts mehr im Stadion an der Nonnenwiese. In der Liga geht es dennoch für die Schleußiger um einiges.

Mit etwas Glück kann der Aufstieg noch gepackt werden, um in der nächsten Saison dann auch im Liga-Alltag gegen den TSV Wahren antreten zu können.