Pokalsieg: RB Leipzig 4:2 gegen CFC

RB Leipzig gewinnt Fußballkrimi im Wernesgrüner Pokal-Sachsen nach zweimaligen Rückstand vor 16.864 Fußballbegeisterten in der Red Bull Arena. +++

Was für ein Pokalfinale! Zwei Mannschaften, die sich über 90 Minuten keinen Zentimeter schenkten, eine großartige Kulisse, die die Red Bull Arena in einen Hexenkessel verwandelte. 16.864 Besucher sahen einen verdienten 4:2 (1:2)-Sieg der Roten Bullen gegen den Drittligisten Chemnitzer FC. Damit krallt sich die Mannschaft um Trainer Zorniger in der Neuauflage des Finals von 2011 bereits zum zweiten Mal den Titel! Sofort mit dem Anpfiff war richtig Dampf im Spiel. Es waren keine 3 Minuten gespielt und schon hatten die Roten Bullen drei Chancen. Dann ein CFC-Angriff über die rechte Seite, der Ball landete bei Anton Makarenko, der Chemnitz völlig aus dem Nichts mit 1:0 in Führung brachte (7.).  Doch die Leipziger blieben unbeeindruckt. Immer wieder setzten die Roten Bullen Nadelstiche und brachten die Chemnitzer Abwehr mit einer Vielzahl an Großchancen ins richtig Wanken – doch das Tor wollte einfach nicht fallen. Timo Röttger passte auf den links nachrückenden Carsten Kammlott, der scheiterte an Torwart Philipp Pentke (24.). In der nächsten Szene setzte sich Christian Müller durch, spielte in die Mitte, doch gleich zwei Bullen-Spieler flogen am Ball vorbei (29.). Anschließend ein Sahnepass von Stefan Kutschke auf Schulz – der semmelte drüber (39.). RB Leipzig war teils überlegen, bis Thiago Rockenbach mit einem Traumtor die Fans erlöste: nach einer starken Kombination im Mittelfeld kam der Pass auf den Mittelfeldspieler, der sich im Strafraum durchsetzte und zum 1:1 einnetzte (39.). Allerdings währte der Freudentaumel nicht lang. Wieder aus dem Nichts bestrafte der CFC ein Missverständnis in der Bullen-Abwehr. Anton Fink, der für die Chemnitzer im Pokal bereits 6-Mal einnetzte, erhöhte vor dem Halbzeitpfiff auf 2:1 (44.).
Nach dem Seitenwechsel ließ RBL nicht locker. Die Leipziger kämpften bis zum Umfallen. Christian Müller schickte Bastian Schulz über rechts, der setzte sich im Strafraum durch und scheiterte erneut an Pentke. Kurz darauf segelte erst Kutschke nach einem Freistoß am Ball vorbei (58.), anschließende setzte Schulz das Leder an die Latte (69.). Unmittelbar zuvor klärte Sebastian Heidinger auf der Linie, nachdem Coltorti sich verschätzt hatte und am heranstürmenden Gegner vorbeiflog (67.). Und dann war Fabian Franke zur Stelle! Der Abwehrspieler knallte die Kugel aus fünf Metern zum 2:2 in die Maschen (70.). Doch die Roten Bullen hatten nicht genug, zeigten starke Schlussminuten! Erst setzte Timo Röttger setzte noch einen drauf! Nachdem Kutschke freistehend vor Pentke scheiterte, ließ der Mittelfeldspieler zwei Spieler stehen und zog zum 3:2 ab (81.). Zwei Minuten vor Schluss erhöhte Matthias Morys auf 4:2 (88.).