Politik und Wirtschaft im Gespräch

Altmittweida. Sächsische CDU-Fraktion diskutierte mit Selbstständigen über die aktuellen Finanz- und Wirtschaftsprobleme.

Altmittweida (UW). Zum Wirtschaftsdialog hatte die CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag nach Altmittweida eingeladen. Aus dem ganzen Kreis Mittelsachsen kamen Vertreter aus Wirtschaft und Politik, um über die aktuellen Wirtschaftsprobleme zu sprechen und um nach Auswegen zu suchen.

„Es ist auch die Aufgabe der Politik, sich um die Handwerker, Freischaffenden und Mittelständler zu kümmern“, erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete Iris Firmenich. „Aber ehe wir Maßnahmen ergreifen, wollen wir erst mit den Betroffenen ins Gespräch kommen, damit die Maßnahmen nicht am Ziel vorbei gehen.“

Steffen Flath, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Sächssischen Landtag, bezeichente die Handwerker, Mittelständler und Freien Berufe als eine sehr wichtige Gruppe in Sachsen. Im Freistaat seien zehn Veranstaltungen dieser Art geplant, die letzte Ende April. Dann gebe es eine Zusammenfassung der Themen.

Der sächsische Finanzminister Prof. Georg Unland erklärte den Gästen das Entstehen der Finanzkrise. „Versagt haben da einige – die Ratingagenturen, die Kontrollinstrumente, die Zentralbanken und auch der Staat hat versagt“, so Unland. Unland stellte das Finanzmarktstabilisierungsgesetz des Bundes vor, das Vertrauen im Bankgeschäft schaffen soll. An Vorschlägen, die Wirtschaft anzukurbeln fehlte es nicht. So schlug Zimmerer Jens Knaut vor, die Mehrwertsteuer abzusenken. „Arbeit und Umsatz werden damit angekurbelt und gleichzeitig wird die Schwarzarbeit damit eingedämmt“, so Knaut.
Von anderer Seite kam der Vorschlag, dass Steuerrecht zu vereinfachen und transparenter zu gestalten und den Betrieben die Möglichkeit zu bieten, eine größere Bildung von Eigenkapital durchzuführen.