Politik will klare Kante zeigen gegen gewaltbereite Demonstranten

Leipzig - Nach den Krawallen in Leipzig-Connewitz haben sowohl Innenminister Wöller, als auch Oberbürgermeister Jung die Ausschreitungen auf das Schärfste verurteilt. Am Samstag droht die nächste Krawallnacht in der Messestadt.

Drei Tage nach den schweren Krawallen in Leipzig-Connewitz sind am Dienstag Polizei, Stadtverwaltung und Innenministerium vor die Presse getreten und haben ihre Analyse der Ereignisse präsentiert. Einhellige Meinung war die Verurteilung der Gewalt und dass der Rechtsstaat klare Grenzen ziehen müsse, so Innenminister Roland Wöller in Dresden.

Leipzig Oberbürgermeister Burkhard Jung hakte im Leipziger Rathaus ein und betonte, dass man die Themen wie der Wohnungsnot nicht gewaltbereiten Gruppen überlassen dürfe.

© Sachsen Fernsehen

Für den kommenden Samstag ist erneut eine Demo angemeldet, bei der Ausschreitungen befürchtet werden. Die Polizei will auch hier Präsenz zeigen, aber auch erstmal auf Kommunikation setzen, wie Polizeipräsident Thorsten Schultze erklärt.

Der Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar verteidigte die Einsatzstrategie der vergangenen Tage und will auch weiter klare Kante gegenüber gewaltbereiten Demonstranten zeigen. Leipzig erwartet also wiedermal ereignisreiches Wochenende, bei dem es hoffentlich ruhig bleibt. Denn wie Oberbürgermeister Jung erst kürzlich feststellte - Schafft man keinen Wohnraum, in dem man Polizisten angreift und Barrikaden anzündet.