Politischer Frühschoppen 2008

Wenn uns vor 20 Jahren jemand gesagt hätte, dass wir heute ohne Grenzen durch Europa reisen, wir hätten es vermutlich nicht geglaubt.

Doch es ist wahr. Möglich machten das die politische Wende und die Wiedervereinigung Deutschlands. In diesem Jahr wurde die neue Bundesrepublik volljährig. Zeit für einen Rück- und Ausblick.

Großer Bahnhof im Industriemuseum Chemnitz. Trotz der recht frühen Sonntagsmorgenstunde fanden rund 500 Gäste den Weg durch Schnee und Kälte zum Politischen Frühschoppen der Volksbank Chemnitz. Bereits zum vierten Mal lud das Kreditinstitut Unternehmer aus der Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau zu dieser Veranstaltung ein und das Interesse ist mit den Jahren stetig gewachsen.

Interview: Wolfgang Müller – Vorstandsvorsitzender Volksbank Chemnitz

Auch dieses Mal lag der Focus natürlich auf unserer Region, wenn auch unter der großen Überschrift „Die neue Bundesrepublik ist volljährig“. Als Podiumsgäste sprachen der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich, die ehemalige Spitzenpolitikerin der Grünen und jetzige Managerin Gunda Röstel, Schauspieldirektor a.D. Hartwig Albiro, der Chemnitzer Bauunternehmer Gunter Hüttner und Gastgeber Wolfgang Müller von der Volksbank. Sie zogen Bilanz über 18 Jahre Deutsche Einheit mit all ihren Vorzügen, blickten aber auch kritisch auf Entwicklungen, die einer staatlichen Korrektur bedürfen. Einig war man sich jedoch darin, dass die Wendezeit einer der bedeutendsten Momente der Geschichte war und dass Sachsen heute besser dasteht denn je.

Interview: Stanislaw Tillich – Ministerpräsident Sachsen

Doch dazu bedarf es auch der Unterstützung des Freistaates. Diese deutliche Ansage richtete Bauunternehmer Gunter Hüttner an den Ministerpräsidenten. Er forderte echte Hilfe für den Mittelstand statt eines simplen Lippenbekenntnisses. Tillich versprach Unterstützung, immerhin sichern die Mittelständler den Löwenanteil der Arbeitsplätze in Sachsen. Bankvorstand Wolfgang Müller äußerte sich zuversichtlich, dass die Finanzkrise gemeistert werden könne und Deutschland optimistisch in die Zukunft blicken kann.

Interview: Wolfgang Müller – Vorstandsvorsitzender Volksbank Chemnitz

Gemeinsamer Konsens aller Podiumsgäste war am Ende, sich wieder mehr auf seine Stärken zu besinnen, auf Solidarität und Kraft des Volkes. Demokratie und Freiheit zu sichern, das ist die wohl spannendste Herausforderung für die Zukunft.

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