Polizei bei Großkontrolle Autoschiebern auf der Spur – Gestohlener Luxus-BMW sichergestellt

Einen gestohlenen Luxus-BMW stellten Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Neiße und Beamte der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien während der von Dienstag zu Mittwoch durchgeführten landesweiten Fahndungskontrollen sicher.

Ort des Geschehens: Kilometer 80 der Bundesautobahn A 4, Fahrtrichtung Görlitz.  Der 29-jährige Fahrer eines BMW X6 entzieht sich kurz nach 04.00 Uhr der am Kilometer 80 in Richtung Görlitz stationierten Polizeikontrolle und flüchtet in Richtung Polen. Zusammen mit Beamten der Bundespolizei und Bautzener Autobahnpolizisten wird der Flüchtende vor dem Tunnel Königshainer Berge gestellt.

Trotz mehrmaliger Aufforderung öffnet der Mann die verriegelte Autotür nicht. Daraufhin holen die Beamten den mutmaßlichen Autodieb aus dem Wagen. Der 29-Jährige wird vorläufig festgenommen. Morgen soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Der BMW X6 wurde sichergestellt. Kurz darauf stellte sich heraus, dass das Fahrzeug in Kassel gestohlen worden war.

Innenminister Markus Ulbig: „Dieser Erfolg im Kampf gegen Autoschieberbanden zeigt einmal mehr, dass Sachsen kein Land für Autodiebe ist. Die sächsische Polizei wird gemeinsam mit ihren Partnern den Kontrolldruck durch Maßnahmen wie den landesweiten Fahndungskontrollen auch in den nächsten Monaten aufrechterhalten. Autodiebe müssen jederzeit damit rechnen, erwischt zu werden.“

An der nunmehr dritten großangelegten Fahndungskontrolle waren knapp 800 Beamte der sächsischen Polizei und der Bundespolizei beteiligt. Bei den Kontrollen auf Bundesautobahnen, Bundes-, Staats- und sonstigen Straßen  wurden sie unterstützt von polnischen Kollegen sowie von Zoll, dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und dem Technischen Hilfswerk (THW).

Insgesamt wurden etwa 4.500 Personen und knapp 4.000 Fahrzeuge kontrolliert. Mehr als 200 Personen und fast 600 Fahrzeuge wurden durchsucht. Dabei gab es sieben erfolgreiche Personenfahndungen (zwei Haftbefehle und 5 Aufenthaltsermittlungen). In der Bilanz des sogenannten Fahndungstages standen außerdem 29 eingeleitete Ermittlungsverfahren, darunter eines wegen eingangs beschriebenen Kfz-Diebstahls sowie 17 Verkehrsstraftaten (6x wegen Trunkenheit im Verkehr, 4x wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und 2x Fahren unter Drogen).

Die Fahndungsaktionen finden seit Mai 2010 in unregelmäßigen Abständen statt.