Polizei erhöht Fahndungsdruck auf Autoschieber

In der Nacht zum Freitag hat es Großkontrollen in ganz Sachsen gegeben. Insgesamt waren mehr als 1000 Beamte im Einsatz. Durch Bürgerhinweise gelang es unter anderem mehrere mutmaßliche Täter auf frischer Tat zu stellen. +++

In der Nacht vom 24.6. zum 25.6. führten die sächsische Polizei und die Bundespolizei einen gemeinsamen landesweiten Fahndungstag durch. Diese Fahndungsaktionen finden seit Mai 2010 in unregelmäßigen Abständen statt. Die Fahndungstage sind Teil des 15-Punkteprogrammes der Sicherheitsarchitektur im Grenzraum. Insgesamt waren über 1000 Beamte im Einsatz.

Innenminister Markus Ulbig: „Das Sicherheitsgefühl der Menschen in Sachsen wird durch die Fahndungstage gestärkt. Außerdem bedeuten die massiven Kontrollen eine gezielte Verunsicherung der Autoschieberbanden. Sachsen ist kein Land für Autodiebe. Die sächsische Polizei wird gemeinsam mit der Bundespolizei und den polnischen und tschechischen Partnern den Kontrolldruck durch geeignete Maßnahmen weiterhin aufrechterhalten. “

Es wurden rund dreitausend Personenkontrollen und ebenso viele Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Es fanden 41 Kontrollen an der Bundesautobahn, 179 Kontrollen an Bundesstraßen, 83 Kontrollen an Staatsstraßen und 169 Kontrollen an sonstigen Straßen und Objekten statt. In Ergebnis dessen wurden

• drei Personen vorläufig festgenommen.
• in je zwei Fällen Betäubungsmittel und Diebesgut sowie ein Kfz sichergestellt
• in sieben Fällen Ermittlungsverfahren wegen Kriminalität, z. B. in zwei Fällen wegen Rauschgiftdelikten, eingeleitet. Tatverdächtigt sind in diesen Fällen zwei deutsche Staatsbürger mit Wohnsitz im Inland sowie fünf Nichtdeutsche Staatsbürger
• in zwölf Fällen Ermittlungsverfahren aufgrund von Verkehrsdelikten wie Fahren ohne Führerschein und/oder Trunkenheit am Steuer eingeleitet
• 130 Verkehrsordnungswidrigkeiten, z. B. aufgrund technischer Mängel am Fahrzeug oder Überladung festgestellt sowie
• 77 Barverwarnungen ausgesprochen.

Durch den Hinweis eines aufmerksamen Bürgers, gelang es drei mutmaßliche Täter auf frischer Tat zu stellen. Die drei einschlägig vorbestraften polnischen Bürger hatten versucht einen Traktor zu stehlen. In Zittau wurde ein polnischer Staatsbürger festgestellt, der als verbotenen Gegenstand einen Schlagring mitführte. Außerdem wurde ein Fahrzeug ohne Identifikationsnummer ermittelt.

Quelle: Sächsisches Innenministerium

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