Polizei ermittelt Bombendroher

Der Polizeidirektion Westsachsen und der Staatsanwaltschaft Leipzig ist es gelungen, den mutmaßlicher Absender von E-Mails, in denen unter anderem der Stadt Geithain Ende November 2010 gegenüber gedroht wurde, in der Weihnachtszeit und zu Silvester in der Stadt Rohrbomben zu zünden, zu ermitteln.

Die Ermittlungsbehörden hatten in akribischer Auswertung der vorliegenden E-Mails einen 32-jährigen Mann aus Geithain als mutmaßlichen Tatverdächtigen ermittelt und gegen diesen in der letzten Woche einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss erwirkt.
 
 Im Rahmen einer Durchsuchung konnte am Freitag, 10.12.2010, in der Wohnung des  Mannes in Geithain umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Dies belegt nach erster Durchsicht die Urheberschaft des Mannes für die anonymisierten E-Mails, in denen die Zahlung von 250.000,00 € verlangt wurde, zu ermitteln. 

Tatsachen dafür, dass der  Mann tatsächlich  im Besitz von Rohrbomben oder entsprechendem Zubehör ist bzw. dies in der Vergangenheit war, konnten nicht gefunden werden.   Zu den Gründen, warum der bisher nicht vorbestrafte Beschuldigte diese E-Mails an die Stadt Geithain und auch an verschiedene Medien abgeschickt hat, schweigt dieser bisher, so die Polizei. Der Beschuldigte, der zuvor einen 58-jährigen Mann bereits falsch der angeblichen Planung eines Amoklaufs bezichtigt hatte, muss sich nunmehr wegen verschiedener Straftaten verantworten.
 
Nach den Durchsuchungsmaßnahmen wurde der Beschuldigte mit seiner Zustimmung vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. 
 
Die Ermittlungen dauern an.