Polizei ermittelt Tatverdächtigen zu über 120 Straftaten

Annaberg-Buchholz: Wegen des Tatverdachts des gewerbsmäßigen Betruges und Urkundenfälschungen ermittelte die Chemnitzer Kriminalpolizei seit Oktober 2010.

Anlass dafür war die Anzeige eines Handyshopbetreibers, dem Unregelmäßigkeiten bei online abgeschlossenen Mobilfunkverträgen auffielen. Die Ermittlungen ergaben, dass die Personalien, mit denen online diverse Handyverträge abgeschlossen wurden, nicht existierten.

Der bis dato unbekannte Käufer hatte offensichtlich das Ziel, online Verträge für einen sehr geringen Preis abzuschließen, um so an die in den Verträgen enthaltene Computertechnik (z.B. iPad) zu gelangen und diese anschließend gewinnbringend zu veräußern. Der monatliche Grundpreis der Telefonverträge wurde durch den Tatverdächtigen nicht bezahlt.

Die Zustellung der Paketsendungen organisierte der Tatverdächtige so, dass die Päckchen von zwei ihm bekannten Personen in Annaberg-Buchholz entgegengenommen wurden, die diese an ihn weitergaben. Auf ihn konnte nach seiner Meinung kein Verdacht fallen, denn er wohnte nicht in diesem Haus und trat nie als Empfänger auf.

Durch zivile Polizeikräfte aus Chemnitz sowie Ermittler des Kriminaldienstes des Polizeireviers in Annaberg-Buchholz konnte der 23-Jährige am 14. September 2011 festgenommen werden. Während der Durchsuchung der Wohnung stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher. Der 23-Jährige legte daraufhin ein umfassendes Geständnis ab. Ihm konnten bisher mindestens 121 Einzeltaten zugeordnet werden. Diese Zahl dürfte sich aber noch erhöhen, da die Auswertung der sichergestellten PC-Technik noch nicht abgeschlossen ist.

Der bis jetzt entstandene Schaden beläuft sich insgesamt auf mindestens 60.000 Euro. Gegen den jungen Mann wurde am 15. September 2011 Haftbefehl erlassen und er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

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