Polizei gibt Entwarnung nach vermeintlichem Chemieunfall an der TU Dresden

Etwa 100 Menschen wurden mit Bussen der DVB in Dresdner Krankenhäuser gebracht. Glücklicherweise bestätigte sich der Anfangsverdacht nicht, bis jetzt zeigten sich bei niemandem Vergiftungssymptome.  +++

Ein ganz normales Chemiepraktikum sollte es Donnerstag Abend an der TU Dresden werden, doch kurz nach 17 Uhr war es mit der Normalität vorbei. Es bestand die Gefahr, dass Giftgas ausgetreten war, die Verantwortlichen lösten Havariealarm aus.

Interview im Video mit Prof. Hans Müller-Steinhagen, Rektor TU Dresden

Der Knoblauch-Geruch kann ein Anzeichen für Arsenwasserstoff sein, ein hoch giftiges Gas. 

Interview im Video mit Dr. Hans-Ulrich Lehmann, leitender Notarzt

Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. 

Interview im Video mit Thomas Mende, Feuerwehr Dresden

Etwa 100 Menschen wurden mit Bussen der Dresdner Verkehrsbetriebe in Dresdner Krankenhäuser gebracht. Glücklicherweise bestätigte sich der Anfangsverdacht nicht, bis heute zeigten sich bei niemandem Vergiftungssymptome.

Unterdessen gingen die Untersuchungen am Chemie-Institut an der Bergstraße weiter. Spezialisten der Werkfeuerwehr von Infineon wurden mit Analysegeräten hinzugezogen.

Mit Fachkräften der TU Dresden führten sie Messungen in den Gebäuden durch.

Medizinstudenten, die im selben Gebäude ein Chemiepraktikum absolviert hatten, saßen unterdessen fest.

Einige Studenten wurden später von DRK und Feuerwehr noch nach Hause gebracht.

Einen Tag nach dem Großeinsatz gibt die Polizei nun Entwarnung. Giftige Stoffe konnten nicht nachgewiesen werden. Das Chemielabor ist inzwischen wieder frei gegeben. Was den Großeinsatz ausgelöst hat, bleibt ein Rätsel. 

Interview im Video mit Mario Laske, Polizeisprecher

Trotzdem war der Großeinsatz absolut gerechtfertigt, sagen alle Beteiligten. Denn wäre wirklich Gas ausgetreten, wären die Folgen katastrophal gewesen. 

Interview im Video mit Mario Laske, Polizeisprecher

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