Polizei räumt besetztes Haus – 100 Beamte im Einsatz

Für die Dresdner Polizei war die Nacht zum Sonntag buchstäblich eine heiße Nacht: Die Beamten räumten ab 22 Uhr ein von „Autonomen“ besetztes Wohnhaus in der Hechtstraße in der Dresdner Neustadt.

 Etwa 100 Beamte, darunter das Spezial-Einsatzkommando und Bereitschaftspolizisten waren im Einsatz. Zunächst hatten sich etwa 18 Personen im Gebäude oder auf dem Dach verschanzt.

Anwohner der Hechtstraße hatten die Dresdner Polizei über Lärm aus einem leerstehenden Wohnhaus informiert. Als die Hausbesetzer den Aufforderungen zum Verlassen des Hauses nicht nachkamen, begannen Polizeibeamte ab 22.05 Uhr das Gebäude zu räumen. 23.00 Uhr war die Räumung beendet. Zu dieser Zeit befanden sich neben den 18 Hausbesetzern etwa 150 Sympathisanten und Zuschauer auf der Fritz-Reuter-Straße.
 
Die Polizei stürmte das Haus und stellte die Identität der Personen fest. Den Hausbesetzern droht jetzt ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs. Im Umfeld des Gebäudes kam es immer wieder zu Rangeleien zwischen Hausbesetzer-Sympathisanten und der Polizei, dabei wurden drei Menschen durch Hundebisse verletzt.

Gegen Mitternacht zündeten Unbekannte mehrere Container an, die Feuerwehr war im Großeinsatz. Das besetzte Haus soll der Deutschen Bahn gehören.     

Die Höhe der Sachschäden ist unbekannt. Zeitweise waren insgesamt rund 100 Polizeibeamte im Einsatz, darunter auch ein Polizeihubschrauber. Die Fritz-Reuter-Straße war während des Polizeieinsatzes,  zwischen der Königsbrücker Straße und der Hansastraße, gesperrt. Es kam zu Verkehrseinschränkungen.  

Quelle: News Audiovision/Polizei Dresden

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