„Polizei.Sachsen.2020“ – Sachsens Polizei gestaltet eigene Zukunft mit

Knapp zwei Monate lang bot der „Meinungsplatz“ im Intranet den sächsischen Polizeibeamten die Möglichkeit, ihre eigenen Anregungen und Vorschläge zum Projekt „Polizei.Sachsen.2020“ einzubringen. Insgesamt sind 133 Beiträge eingegangen, die sich zum großen Teil konstruktiv und kritisch mit den am 8. November 2010 vorgelegten Ergebnissen der Aufgabenanalyse auseinandersetzen.

Innenminister Markus Ulbig: „Die Polizistinnen und Polizisten haben damit verdeutlicht, dass sie es nicht nur anderen überlassen wollen, wie sich die Polizei zukünftig aufstellt. Um einen Beitrag zu verfassen, bedarf es nicht nur einer intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik, sondern auch Courage. Bei allen, die sich eingebracht haben, bedanke ich mich herzlich für ihre Mitarbeit.“

13 thematische Schwerpunkte ergaben sich aus den  Zuschriften. Dazu zählen u. a. der Einsatz von Technik und hier insbesondere der interaktive Streifenwagen, die Arbeit der Buchprüfer bei Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität, die Zentralisierung von Aufgaben, der  Stellenabbau in Führung/Stab/Verwaltung und die polizeiliche Präventionsarbeit. Aber auch Motivation, Beförderung, Prämien, die zweigeteilte Laufbahn und nicht zuletzt die Vereinbarkeit von Familie und Polizeiberuf wurden intensiv diskutiert.

Im Ergebnis sind mehrere Vorschläge inhaltlich direkt in die Fortschreibung des Dokuments zur Aufgabenanalyse übernommen worden. An dieser Stelle soll nur ein Beispiel herausgegriffen werden. Buchprüfungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität  sollten nach Empfehlung zukünftig an externe Wirtschaftsprüfer vergeben und die Stellen für Buchprüfer bei der Polizei reduziert werden. Die Argumente der zahlreich eingegangenen Beiträge (Spezialwissen, Neutralität, paralleles Arbeiten von Buchprüfern und Ermittlern, um nur einige zu nennen), waren fachlich fundiert und führten im Ergebnis zum Umdenken und zur  Änderung des Dokuments.