Polizei stellt knapp 4 Tonnen Munition sicher

Plauen: In einem Industriegebäude am Mühlgraben hat die Polizei am Montag mehr als 3.500 Munitionsteile mit etwa vier Tonnen Gesamtgewicht geborgen.

Die Relikte deutscher, russischer und amerikanischer Bauart stammen aus der Zeit des zweiten Weltkriegs. Zum Teil waren sie noch funktionsfähig. In dem Fundus fanden sich neben zahllosen Granaten auch so genannte Anschussknüppel. Sie dienten der Anpassung von Kanonen des Jagdpanzers IV. Er wurde bis zum Kriegsende in unmittelbarer Nachbarschaft zur Fundstelle bei der VOMAG produziert.

Indes ist es bislang ein Rätsel, woher die Munition stammt und wer sie in den etwa 30 Quadratmeter großen Nebenraum des ungenutzten Gebäudes gebracht hat. Derzeit laufen entsprechende Untersuchungen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das illegale Lager erst nach 1991 entstanden. Bei einer Routineinspektion am Montag waren die Kampfmittel zufällig entdeckt worden.

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