Polizei verhindert rechtsextreme Musikveranstaltung in Eilenburg

Durch einen Bürgerhinweis wurde eine unrechtmäßig Versammlung von circa 100 bis 150 Personen in der Hochhausstraße in Eilenburg gemeldet. Die Polizei musste eingreifen und löste das illegale Konzert auf. +++

Vor Ort wurde der Eigentümer des Geländes, auf dem die Veranstaltung stattfand, ermittelt. Dieser gab an, dass die Nutzung seines Grund und Bodens als Konzertort nicht gewollt sei, wodurch die Polizei auch dem Verdacht des Hausfriedensbruch nachging. Als die Beamten an einer Baracke, aus der Musik drang, ein fremdes Vorhängeschloss vorfand, erhärtete sich der Verdacht.

Nach dem Betreten des Geländes wurden Personen im Umfeld einer Baracke festgestellt. Auf Befragung gaben sich zwei Personen als Veranstalter zu erkennen. Nach ihren Aussagen handelte es sich um eine spontane „Geburtstagsfeier“. Beide Personen gaben gegenüber dem Polizeiführer an, zur rechten Szene zugehörig zu sein. Die Polizei vermutete einen Zusammenhang zu Personen, die bei einem rechtsextremen Konzert in Staupitz keinen Einlass mehr fanden. Es wurden Ermittlungen aufgrund des Verdachts wegen Hausfriedensbruch gegen alle 123 Teilnehmer der Veranstaltung eingeleitet.

Anschließend erfolgte zusammen mit den Veranstaltern die Besichtigung der Räumlichkeiten. Hier wurden CDs fest- und sichergestellt. Gegenwärtig erfolgt die Überprüfung auf indizierte Inhalte. Die anwesenden Personen wurden in kleineren Gruppen durch die Polizei entlassen.