Polizei warnt vor Geschäften mit sogenannten Teerkolonnen

Nach dem Abzug des Hochwassers geht die Polizei seit einigen Tagen Hinweisen aus der Bevölkerung und Anzeigen nach, die sogenannte Teerkolonnen betreffen.

Diese sind bisher vorwiegend im Landkreis Mittelsachsen (Raum Freiberg, Flöha, Mittweida) und Chemnitz in Erscheinung getreten.

Die Arbeiter sprechen bei Haus- und Grundstücksbesitzern oder Firmen vor und erzählen, sie kämen gerade von einer Baustelle und hätten noch etwas Teerbelag übrig. Für kleines Geld könnte man damit doch die Zufahrt in Ordnung bringen. Im Vorbeifahren habe man zufällig entdeckt, dass diese doch in einem sehr schlechten Zustand sei. Dabei wird offensichtlich auch die Situation ausgenutzt, dass manches Grundstück hochwassergeschädigt ist. Das Ganze ginge schnell und dann wird ein verlockendes Preisangebot gemacht. Wer sich darauf einlässt, erhält eine scheinbar professionell ausgebaute Zufahrt, die jedoch nur aus Rollsplitt mit Bitumenüberzug besteht und deshalb keine lange Lebensdauer hat. Letztlich ist auch der billige Preis noch zu teuer. Vorgekommen ist auch, dass nach Abschluss der „Baumaßnahme“ plötzlich ein viel höherer Preis verlangt wird. Ein Betrug ist in allen Fällen meist schwer nachweisbar, da nur mündliche Absprachen getroffen werden.

Wenn man sich dennoch auf dieses Geschäft einlässt, sollte auf jeden Fall der Reisegewerbeschein kontrolliert werden. Ist dieser nicht vorhanden, kann die Durchführung der Arbeiten nämlich auch für den Auftraggeber noch strafrechtliche Folgen haben, wegen Schwarzarbeit.

Aus den genannten Gründen warnt die Polizei, sich auf solche Geschäfte einzulassen.