Polizei warnt vor leichtsinnigem Gebrauch von Feuerwerkskörpern

Im Dezember 2009 und Januar 2010 wurden 1.604 Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern registriert. Die Sachbeschädigungen bildeten dabei im vergangenen Jahr den größten Anteil mit 1.202 Delikten. +++

Der Knaller landet zischend im Wohnzimmer, der Böller explodiert im Briefkasten, die Rakete zerkratzt den Lack an Nachbars Wagen – in der Silvesternacht lauern einige Gefahren.

Verbrennungen der Haut, Wohnungsbrände und andere Sachschäden sind nur einige Folgen unsachgemäßen Gebrauchs von Pyrotechnik Für den angezeigten Verursacher gilt: Strafanzeige, Gerichtsverfahren und Schadensersatz, der nicht selten Tausende von Euro beträgt.

Eine Auswertung des Landeskriminalamtes Sachsen ergab, dass im Tatzeitraum Dezember 2009 und Januar 2010 1 604 Straftaten im Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern registriert wurden. Im Vergleichszeitraum, ein Jahr zuvor, waren es 100 Fälle mehr. 1 202 Sachbeschädigungen bildeten dabei im vergangenen Jahr den größten Anteil. (Vorjahr: 1 314)

Weiterhin wurden im genannten Zeitraum 23 gefährliche und schwere Körperverletzungen (Vorjahreszeitraum: 44 Fälle) registriert.

In Anbetracht des anstehenden Jahreswechsels weist die Polizei darauf hin, dass insbesondere der Umgang mit nichtzugelassener Pyrotechnik lebensgefährlich sein kann. Dabei handelt es sich keinesfalls nur um
polnische oder tschechische Pyrotechnik – die Herkunft ist unerheblich. Entscheidend ist, ob der Gegenstand eine entsprechende Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM-Kennzeichnung)
besitzt oder nicht.

Feuerwerkskörper ohne Zulassung der BAM oder mit gefälschten Zulassungszeichen bergen in ihrer Wirkung häufig ein hohes Risiko in sich. Sie sind daher in der Sicherheit ihrer Handhabung und Qualität nicht
einschätzbar. Feuerwerkskörper sind kein Spielzeug, denn sie enthalten explosionsgefährliche Stoffe und können gefährliche Wirkungen entfalten.

Ihre Polizei empfiehlt deshalb:
Ø Nur Feuerwerkskörper verwenden, die in Deutschland ausdrücklich
zugelassen sind (BAM-Kennzeichnung).

Ø Die auf der Verpackung oder dem Feuerwerkskörper angebrachten
Gebrauchsanweisungen vor dem Abbrennen lesen und genau beachten.

Ø Artikel, die nur zur Verwendung im Freien bestimmt sind, weder in
geschlossenen Räumen noch in der Nähe offener Fenster zünden.

Ø Feuerwerkskörper nie auf Personen, Tiere, Gebäude, Fahrzeuge oder
brennbare Gegenstände werfen.

Ø Finger weg von sogenannten „Blindgängern“ – liegen lassen, keinesfalls
versuchen, erneut zu zünden!

Ø Feuerwerkskörper, die illegal aus dem Ausland eingeführt wurden,
entsprechen vielfach nicht den im Inland zugelassenen und sind zum Teil
extrem gefährlich.

Ø Feuerwerkskörper gehören nicht in Kinderhände!

Ø Die größte Gefahr droht von selbstgebastelten, geöffneten oder
gebündelten Feuerwerkskörpern. Sie sind unberechenbar!

Ø Pyrotechnische Erzeugnisse nicht vom Balkon aus starten.

Ø Beim Verlassen der Wohnung – Fenster schließen.

Quelle: Landeskriminalamt Sachsen
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