Polizeieinsatz in Dresden am 13. Februar

Dresden - Am Sonntag jährt sich die Bombardierung der Stadt Dresden im Zweiten Weltkrieg zum 77. Mal. Zahlreiche Veranstaltungen und Demonstrationen sind für diesen Tag bei der Stadt Dresden angemeldet worden. Deshalb ist die Polizei im Großeinsatz.

© SF/Benedict Bartsch

Einsätze der Dresdner Polizei

Anlässlich zahlreicher Versammlungsanzeigen führt die Polizeidirektion Dresden am Sonntag einen Polizeieinsatz durch.Polizeipräsident Jörg Kubiessa (57): »Der Sonntag wird ein langer Einsatztag mit unterschiedlichen Einsatztaktiken. Während wir ab dem Mittag aufgrund eines von Rechtsextremisten angezeigten Aufzuges von einer dynamischen Lage ausgehen, ist am Abend die Absicherung der Gedenkveranstaltungen auf dem Altmarkt und Neumarkt der Schwerpunkt für unsere Einsatzkräfte.«Der Haupteinsatzraum der Dresdner Polizei wird die westliche Innenstadt sein. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass eine abschließende Prognose des Polizeieinsatzes im Vorfeld kaum möglich ist. Insbesondere, weil der Verlauf von spontanen Versammlungen zeitlich und örtlich nicht vorhersehbar ist.Jörg Kubiessa: »Wir rechnen mit mehreren hundert Personen, die am rechten Aufzug teilnehmen werden. Eine Anreise aus dem Ausland wird nur in Einzelfällen erwartet. Wir werden den Aufzug mit starken Kräften begleiten. Unsere Aufgabe ist es, die Ausübung der Versammlungsfreiheit allen zu gewährleisten, die sich friedlich und gewaltfrei versammeln. Unter dieser Voraussetzung werden wir als Polizei für Gegendemonstranten auch einen Protest in Hör- und Sichtweite gewährleisten.«Am Abend stehen der Altmarkt und der Neumarkt im Fokus. Dabei setzt die Dresdner Polizei erneut Kommunikationsteams ein. Durch ihre ständige Gesprächsbereitschaft wollen die sächsischen Beamten Konflikten vorbeugen und dadurch letztlich deeskalierend wirken.Neben der neuen Form der Menschenkette wurden rund um die Gedenkstelle auf dem Altmarkt mehrere Versammlungen angezeigt.Jörg Kubiessa: »Durch unser Gitterkonzept schaffen wir rund um die Gedenkstelle wieder eine bewährte neutrale Zone. Damit sorgen wir für einen Ausgleich der unterschiedlichen Gedenkformen und verhindern einen exklusiven Zugang zu dieser besonderen Örtlichkeit.«Bei ihrem Einsatz wird die Polizeidirektion Dresden von der sächsischen Bereitschaftspolizei, Beamten aus Bremen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie der Bundespolizei unterstützt.Einschränkungen im Zusammenhang mit dem PolizeieinsatzIm Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz werden die Parkplätze an der Schießgasse, am Pirnaischen Platz sowie unterhalb der Carolabrücke gesperrt.Teilnehmer an der Menschenkette und anderen Veranstaltungen am13. Februar werden gebeten, etwas mehr Fahrzeit einzuplanen. Beispielsweise wird der Fahrverkehr in der Innenstadt während der Dresdner Menschenkette zwischen 18.00 Uhr und 18.15 Uhr kurzzeitig zum Erliegen kommen. Über weitere Veranstaltungen können sich Interessierte auf www.13februar.dresden.de informieren.

Quelle: Polizei Dresden

Einsatz der Bundespolizei

Für den kommenden Sonntag, den 13. Februar 2022 sind im Stadtgebiet Dresden zahlreiche Versammlungen angemeldet worden. Die Bundespolizei rechnet mit einem hohen Aufkommen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit dem Verkehrsmittel Bahn.

Die Bundespolizei Dresden trägt mit ihren Einsatzmaßnahmen zu einem störungsfreien Ablauf aller Veranstaltungen und Versammlungen bei. Ziel ist die Gewährleistung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit für alle Personen, die friedlich demonstrieren wollen. Gleichzeitig hat die Abwehr von Gefahren undStörungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der An- bzw. Abreisephase für alle Reisenden auf den Verkehrswegen der Bahn hohe Priorität.

Entsprechend werden auf den großen Dresdner Bahnhöfen sowie auf relevanten Schwerpunktzügen verstärkt Bundespolizisten im Einsatz sein. Dazu wird die Bundespolizei Dresden mit Einsatzkräften aus verschieden Teilen Deutschlands verstärkt.

Quelle: Bundespolizei

Verkehrsbehinderungen in Dresden am 13.2.

Am Sonntag, 13. Februar 2022 ist aufgrund von Versammlungsgeschehen im Zusammenhang mit dem Gedenken zum 13. Februar im gesamten Innenstadtbereich mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen. Betroffen sind die gesamte Innenstadt sowie angrenzende Bereiche ab den Mittags- bis in die Abendstunden. Unter anderem wird die Wilsdruffer Straße während der Bildung der Menschenkette von ca. 17.45 Uhr bis 18.30 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt sein. Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern wird geraten, den innerstädtischen Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.Im öffentlichen Personennahverkehr ist ebenfalls mit Behinderungen zu rechnen.Weitere Informationen:www.dresden.de/verkehrsbehinderungen13februar.dresden.de

Quelle: Stadt Dresden