Polizeischüler aus Israel in Dresden

Bei einem einwöchigen Aufenthalt Mitte August stehen fachliche Unterweisungen, ein Besuch der Gedenkstätte KZ Buchenwald sowie der Synagoge in Dresden und ein “Sportvergleich“ zwischen den jungen Israelis und den sächsischen Polizeibeamten auf dem Programm. +++

Die sächsische Polizei hat es auf Anfrage der Kinder- und Jugend-Aliyah möglich gemacht, dass in der Zeit vom 8. bis zum 15. August 2010 zwölf israelische Polizeischüler einen Einblick in die Polizeiarbeit erhalten. Die israelischen Nachwuchspolizisten stammen aus dem Jugenddorf Kannot, einer Einrichtung der Kinder- und Jugend-Aliyah, die sich um die Belange sozial benachteiligter Jugendlicher in Israel kümmert. Dass die außergewöhnliche Möglichkeit der beruflichen Fortbildung in Deutschland zustande kam, ist Claudia Korenke, Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, zu verdanken. Sie knüpfte die Bande zwischen der Polizeidirektion Dresden und der Kinder- und Jugend-Aliyah, die ihr deutsches Büro in Frankfurt/M. hat.

„Ich bin außerordentlich dankbar, dass sowohl der Landespolizeipräsident von Sachsen, Bernd Merbitz, als auch der Dresdner Polizeipräsident Dieter Hanitsch es ermöglicht haben, den israelischen Jungpolizisten ein attraktives Programm mit spannenden Lehrinhalten anzubieten. Nur mit solchen Initiativen lassen sich Vorurteile, die oftmals in Deutschland über die israelische Gegenwart und genauso oft in Israel von in Deutschland vermeintlich nicht überwundener Vergangenheit herrschen, beseitigen“, so Korenke.

Neben den fachlichen Unterweisungen und Aktivitäten ist für die jungen Israelis ein Besuch in der Gedenkstätte KZ Buchenwald geplant, die Synagogen in Chemnitz und Dresden werden besichtigt, eine Stadtführung in Dresden steht auf dem Programm und, nicht zuletzt, ein „Sportvergleich“ zwischen jungen Israelis und den sächsischen Polizeibeamten. Pava Raibstein ist die Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Aliyah. Sie engagiert sich seit Jahren erfolgreich um den Heranwachsenden aus den Jugenddörfern ihrer Organisation Ausbildungs- oder Konzertreisen nach Deutschland zu ermöglichen. „Diese jungen Leute haben nicht die Mittel, ein anderes Land kennen zulernen. Daher fehlt eine wichtige Komponente der Erziehung zu Weitsicht und Toleranz.
 
Umso mehr freuen wir uns über die einmalige Chance für unsere Polizeischüler, mit künftigen Kollegen in Sachsen zusammen zu sein“. Es ist auch Pava Raibstein zu verdanken, dass angehende Kfz-Mechaniker und -Meister aus Israel in jedem Jahr an der Kfz-Schule in Frankfurt/M. eine mehrwöchige Ausbildung absolvieren können, die in Israel ein hohes Ansehen hat.

Quelle: Deutsch-israelischen Gesellschaft
 
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