Polnischer Botschafter hält Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche

Der Botschafter Polens, Marek Prawda, wird am 9. Oktober die Rede zur Demokratie in der Leipziger Nikolaikirche halten. Erstmals spricht eine Persönlichkeit des polnischen politischen Lebens an dem Ort, der 1989 zum Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution wurde. +++

1956 in Kielce, Polen, geboren, gehörte Marek Prawda 1980 zu den Solidarność-Mitgliedern der ersten Stunde. 1989 war er im Bürgerkomitee Solidarność und im Ausschuss für Selbstverwaltung im Warschauer Stadtteil Żoliborz tätig und organisierte Wahlkampagnen. In den 1970er-Jahren studierte er vier Jahre an der Leipziger Universität. Seit September 2006 ist der promovierte Soziologe Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik Deutschland. Marek Prawda ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Burkhard Jung wird Marek Prawda nach der Rede zur Demokratie die Besucher des Lichtfestes auf dem Augustusplatz begrüßen. Zum ersten Mal schlagen das Friedensgebet, die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche und das Lichtfest auf dem Augustusplatz eine Brücke in Europa: In Leipzig und Danzig (Gdańsk) werden sich die Menschen am 9. Oktober gemeinsam an die Ereignisse im Herbst ’89 erinnern. Die Streiks in der Danziger Lenin-Werft unter Führung von Lech Wałęsa und die Entstehung der Bürgerbewegung Solidarność im Jahr 1980 waren der erste Meilenstein auf dem Weg zum Revolutionsherbst ´89 in Europa.

Organisiert wird das Lichtfest von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig und der Initiative „Tag der Friedlichen Revolution – Leipzig 9. Oktober 1989“, die Federführer für die Planung der Veranstaltungsreihe am 9. Oktober ist. Für die Koordination der Aktivitäten in Danzig leistet das Polnische Institut in Leipzig umfangreiche Unterstützung.