Porta auf dem Chemnitzer Hartmannplatz

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Das Möbelhaus Porta will auf dem Chemnitzer Volksfestplatz, dem Hartmannplatz, eine neue Filiale errichten.

Eine Nachricht, die bei Klaus Illgen für eine schlaflose Nacht sorgte.

Der Chef des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes ist jetzt vor allem eines, sauer. Sauer auf die Rathausspitze, dass sie in Bezug auf diesen Standort überhaupt mit sich reden lässt. Ein Möbelhaus gehört nach seiner Meinung dort nicht hin.

Missen müssten die Chemnitzer ihren Rummel und den Zirkus zwar nicht, doch auf dem Hartmannplatz wäre dann damit Schluss. Denn hier wäre dann der Parkplatz des Porta Einrichtungshauses.

Nun fordert unter anderem die IHK, die Schausteller schnellstens in die Gespräche über den Möbelhausstandort mit einzubinden. Gesprochen wurde aber schon zusammen. Damals ging es um dessen grundlegende Sanierung des Hartmannplatzes. Die ist nun abgeschlossen, würde aber mit dem Porta-Bau hier wieder über den Haufen geworfen.

Es geht dabei auch um Fördermittel, knapp 700.000 Euro sind für die Sanierung des Platzes geflossen. Dafür muss die Stadt zudem eine Lösung finden, eine, die politisch tragfähig ist, keine leichte Aufgabe. Fest steht aber, das Flair auf dem Hartmannplatz mit Schaustellern, Zirkusleuten oder auch dem Petit Paris geht unweigerlich verloren.

Am Dienstag ist nun zunächst der Planungsausschuss gefragt, der über das Thema beraten muss. Fest steht aber schon jetzt, kommt Porta her, dann verliert Chemnitz seinen traditionellen Volksfestplatz, und zwar den der kleinen Leute.

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