Portugiesen retten Qimonda

Eine frohe Botschaft vor Weihnachten für die Dresdner Qimonda-Mitarbeiter. Praktisch in letzter Minute hat man nun doch noch ein Rettungspaket für den angeschlagenen Chiphersteller zusammengeschnürt.

Die vorläufige Rettung von Qimonda kam aus Portugal. Dort – in der Nähe von Porto, werden die Speicherchips aus Dresden fertig montiert. Das Aus für Dresden hätte auch das Qimonda-Werk in Porto in Gefahr gebracht.

Mit einem Darlehen von 100 Millionen Euro beteiligt sich nun eine Investitionsbank aus Lissabon am Finanzierungspaket für Qimonda, vom Freistaat kommen die bereits letzte Woche versprochenen 150 Millionen Kredit, und 75 Millionen als Darlehen von der Muttergesellschaft Infineon. Im Hause Qimonda freut man sich jetzt über das vorzeitige Weihnachtsgeschenk.
 
Die neuen, energiesparenden Chips aus Dresden hätten beste Chancen auf dem internationalen Markt. Für mehr als 2000 Mitarbeiter ist damit der Job erst mal gesichert – der bereits geplante Abbau von 950 Stellen im kommenden Jahr allerdings wird trotzdem kommen. Dafür – so Minister Jurk – könnten mit dem Bau des 4. Moduls Ende nächsten Jahres bis zu 500 Arbeitsplätze neu entstehen.

Das letzte Wort hat die EU – deren strengen Kriterien müsse das Rettungspaket noch standhalten. Mit der Beteiligung Portugals an der Finanzierung habe Qimonda nun die Chance, als einziges europäisches Unternehmen der Halbleiterbranche seine Leuchtturm – Position weiter zu behaupten.

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