Preise für Kraftstoff und Heizöl in Sachsen gesunken

Laut sächsischem Verbraucherindex konnte in den letzten Jahren nach derzeitigem Stand bisher nur im Dezember 2011 billiger getankt werden. Gestiegen sind die Preise für Käse und Butter. +++

Nach zwei Monaten, in denen sich der sächsische Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vormonat unverändert zeigte, werden im Oktober a l l e r V o r a u s s i c h t nach die Preise in der Gesamtheit um 0,3 Prozent sinken. Ausschlaggebend sind die günstigen Entwicklungen bei „Heizöl“ (-3,1 Prozent) und „Kraftstoffen“ (-3,2 Prozent). In den letzten Jahren konnte nach derzeitigem Stand im Monatsmittel bisher nur im Dezember 2011 billiger getankt werden.

Weiterhin lässt sich festhalten, dass ohne den Einfluss dieser Energiepositionen der Verbraucherpreisindex für Sachsen erneut konstant bleiben wird. Im Einzelnen spiegeln sich bereits angekündigte Preiserhöhungen bei „Hart-“ (7,8 Prozent) und „Schnittkäse“ (5,5 Prozent) sowie „Butter“ (7,2 Prozent) wieder. Darüber hinaus verteuern sich der Kauf eines neuen „Buches“ (1,9 Prozent) und die dafür eventuell notwendige „Brille“ (0,9 Prozent). Die Preise für Baumarktartikel wie „Malerbedarf“ (-1,4 Prozent) und „Gartengeräte“ (-3,1 Prozent) präsentieren sich herbsttypisch.

Mit einer v o r a u s s i c h t l i c h e n Jahresteuerungsrate von nur 1,1 Prozent (zuletzt im August 2010) schwächt sich die Inflation weiter ab. Während dabei die Preise für „Heizöl“ (-11,2 Prozent) und „Kraftstoffe“ (-6,3 Prozent) dämpfend wirken, erweist sich der Markt für „Nahrungsmittel“ (4,0 Prozent), „alkoholfreie“ (2,0 Prozent) sowie „alkoholische Getränke“ (1,3 Prozent) als weniger verbraucherfreundlich. Auch „Bekleidung und Schuhe“ (2,6 Prozent) werden innerhalb der Jahresfrist allem Anschein nach nicht preisgünstiger. Positiv ist, dass zumindest die „Mietpreise“ (0,3 Prozent) relativ stabil bleiben. Dies lässt sich jedoch nicht auf die „Nebenkosten“ (1,3 Prozent) übertragen.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen