Premiere „Draußen vor der Tür“

Am kommenden Samstag findet um 19.30 Uhr im Theater Junge Generation die Premiere von Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ statt.

Dietrich Kunze, bis zur letzten Spielzeit Intendant des tjg, kehrt als Regisseur für eine Inszenierung der besonderen Art ans Haus zurück: Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ zeigt sich erneut als so zeitlos wie hochaktuell.

Der Soldat Beckmann kehrt aus der Kriegsgefangenschaft nach Hamburg heim, wenige Jahre nach der Stunde Null. Seine Nachkriegsheimat ist gezeichnet von Ruinen und fortschreitender Entnazifizierung. Beckmann versucht, in der Heimat wieder Fuß zu fassen. Doch Beckmann ist ein Krüppel, seine Frau hat ihn verlassen, seine Eltern sind tot, sein ehemaliger Oberst möchte nicht die Verantwortung zurück, die er damals seinem Untergebenen übertrug. Überall ist Beckmann scheinbar „draußen vor der Tür“.

Beckmann findet seine Heimat nicht mehr. Ein Selbstmord in den grauen Tiefen des Flusses seiner Heimatstadt scheint der einzige Ausweg und die einzig mögliche Flucht vor der Lebenswirklichkeit des Heimkehrers zu sein.

Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ ist einer der wichtigsten Beiträge zur deutschen Nachkriegsliteratur und ein eindrucksvolles Drama einer unerbittlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus und dessen Folgen.

Premiere ist am Samstag, den 28. März, 19.30 Uhr im Theater Junge Generation.

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